29.07.2004 - 00:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Berger wünscht sich mehr Eigeninitiative - Probleme beim "Nordring Schönthan" - Stadtrat tagt: "Unsere Stadt soll schöner werden"

Die Tagesordnung war eigentlich recht kurz, doch umso umfangreicher gestalteten sich die Anfragen bei der Sitzung des Stadtrates am Dienstag. So ging es um Anliegerprobleme am "Nordring" in Schönthan, um ein Kribbeln im Freibad, Bakterien im Wildeppenrieder Trinkwasser und einen Schandfleck in der Stadt.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Einige Informationen hatte Bürgermeister Wilfried Neuber bei der Sitzung des Stadtrates auf Lager. Zunächst jedoch erhoben sich die Räte zu einer Gedenkminute für den verstorbenen Ehrenbürger Alois Niederalt. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis in München statt, wozu die Stadt mit einer Blumenschale ein letztes "Vergelt's Gott" beisteuerte, so der Bürgermeister.

Gespräch mit Kolbow

Niederalt war einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker des Grenzlandes. Neuber würdigte dessen Engagement für die Region, wobei er auch den 1956 gestellten Antrag der Stadt für einen Bundeswehrstandort in Bonn mit Nachdruck vertreten habe. "Der Verteidigungsminister behält es sich vor, die Entscheidungen über die Kasernen erst im Dezember selbst zu verkünden", sagte Neuber. Trotzdem sei der Besuch von Staatssekretär Walter Kolbow sehr bedeutsam. Kolbow weilt heute von 17.55 bis 18.30 im Rathaus in Oberviechtach und hält anschließend die Gelöbnisrede in Tröbes.

Im Verlauf der Sitzung gab es zahlreiche Anfragen von Stadträten. So wollte CSU-Fraktionssprecher Reinhold Malzer wissen, wann die fehlenden Hinweisschilder am Sandradl angebracht werden. "Alle notwendigen Verkehrszeichen für die Zone 30 sind installiert", betonte der Bürgermeister. Rechts vor links gelte in der ganzen Zone und müsse nicht an jeder Einmündung extra beschildert werden. Gemeinderat Ernst Kraus fragte nach, was mit der angeblichen Elektrisierung eines Kindes an der Wasserrutsche im Freibad sei. "Es war nur ein leichtes Kribbeln. Der Auslöser dafür ist behoben", informierte Wilfried Neuber. Am Kinderplanschbecken sei ein Rohr gebrochen und der Bereich deshalb kurzfristig gesperrt.

Kraus hatte eine weitere Anfrage, wobei es um Anliegerprobleme mit einer Wasserrinne in Schönthan gehe. Sachbearbeiter Wolfgang Ruhland erläuterte die Problematik am "Nordring in Schönthan". Bei den Kanalbauarbeiten hätten sich Anlieger gegen einen Vollausbau und für eine Straßenwiederherstellung ausgesprochen. Die Straße sei fertig und nun das leidige Thema "Grundstücksregulierung" an der Reihe. Die Vermessungen haben begonnen, wobei es bei drei Anliegern Probleme gebe. "Es ist mit Sicherheit keine Wasserführung angedacht, wir wollen nur den Bankettbereich erwerben, damit das Wasser aus den Feldern nicht auf der Straße abläuft", so Ruhland.

Bakterien im Trinkwasser

Reinhold Malzer zeigte sich aufgeschreckt über die Wasserqualität in Wildeppenrie/Gartenried, nachdem hier der in der Trinkwasserverordnung festgelegte Grenzwert für Coliforme Bakterien überschritten ist. "Morgen erhalten wir die nächsten Wasserproben", sagte der Bürgermeister. Die Ursache sei lokalisiert und nach kleinen baulichen Veränderungen in den Sammelschachten der Quellen wahrscheinlich im Griff.

Es müsste auch für größere Orte und damit für die Stadt Oberviechtach eine Aktion wie "Unser Dorf soll schöner werden" geben, wünschte sich Stadtrat Ludwig Berger und hatte ein ganz bestimmtes Anliegen im Visier. In die Verbrauchermärkte am Bahnhof kämen viele Auswärtige, die dort kein attraktives Bild der Stadt präsentiert bekommen. Auch am neuen Radweg falle der Bahnhof zwar wie das Filetstück von Oberviechtach ins Auge, dieser sei jedoch eher zu einem Schandfleck geworden. "Die zwei Grundstücke sind in Privatbesitz. Wir hoffen, dass der Eigentümer bald Erfolg hat, einen Interessenten zu finden", betonte Wilfried Neuber.

Bei der Bekanntgabe von nichtöffentlichen Beschlüssen der letzten Sitzung informierte Neuber über den Auftrag für die maschinentechnische Ausrüstung im Hebewerk Mitterlangau, welchen die Firma Fronauer, Neukirchen (29 547 Euro) erhalten hat (weiterer Bericht über Tagesordnungspunkte zwei bis vier folgt).

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