09.07.2021 - 18:34 Uhr
WunsiedelOberpfalz

Neue Anlage für Wasserstoff aus Wunsiedel

Wasserstoff soll die Energiewende in Nordostbayern voranbringen. In Wunsiedel entsteht nun eine Anlage, in der der begehrte Stoff entstehen soll. Davon soll auch die nahe Oberpfalz profitieren.

So könnte die Anlage laut Siemens einmal aussehen.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

In Wunsiedel entsteht eine der größten Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Am Freitag gab Ministerpräsident Markus Söder beim Spatenstich den Startschuss für das Projekt, in das der Siemens-Konzern laut eines Sprechers einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag investiert.

Ab Sommer 2022 sollen in Wunsiedel jährlich 1350 Tonnen CO2-freier Wasserstoff entstehen. Dieser kann laut Siemens-Pressemitteilung helfen, jährlich 13 500 Tonnen CO2 einzusparen. Neben Siemens sind unter anderem auch die Stadtwerke Wunsiedel an dem Projekt beteiligt.

Wenn die Anlage fertig ist, soll dort Wasser durch regenerativen Strom in seine Bestandteile aufgespalten werden: Sauerstoff und Wasserstoff. Letzterer soll dann Nordbayern, Thüringen und Teile Tschechiens versorgen.

Via Lkw-Trailer soll der Wasserstoff im Wesentlichen in den Regionen Oberfranken, Oberpfalz, Thüringen und Sachsen sowie Westböhmen ausgeliefert werden. "Die Anlage hilft überdies, Netzengpässe zu entschärfen sowie Flexibilität für das Stromnetz bereit zu stellen", heißt es in der Mitteilung.

Der Stellenwert des Projekts lässt sich an der Zahl der Ehrengäste ablesen, die in Wunsiedel vor Ort waren: Neben Ministerpräsident Söder (CSU) waren am Freitag auch dessen Stellvertreter, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, sowie Umweltminister Thorsten Glauber (beide Freie Wähler) nach Wunsiedel gekommen. "Mit grünem Wasserstoff verbinden wir Ökologie mit Wohlstand. In Bayern werden in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro in Wasserstoffprojekte investiert"", sagte Söder.

Wirtschaftsminister Aiwanger ergänzte im Anschluss: "Das Projekt WUN H2 leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Bayerischen Wasserstoffstrategie. Grüner Wasserstoff 'made in Bavaria' demonstriert die heimische Technologiekompetenz und steigert die Akzeptanz durch Wertschöpfung vor Ort."

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Marktredwitz
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