26.01.2021 - 16:39 Uhr
WinklarnOberpfalz

Winklarn nimmt Internet und Altdeponie in den Fokus

Die Gemeine Winklarn möchte den Ausbau der Datenautobahn weiter voranbringen. Die Markträte erteilen der Verwaltung den Auftrag, Angebote einzuholen. Bei der ehemaligen Deponie Windhals sieht das Landratsamt Handlungsbedarf.

Neben der Straße nach Windhals, links unter den Bäumen und Büschen, befindet sich die ehemalige Mülldeponie .
von Annemarie MösbauerProfil

Der gigabitfähige Breitbandausbau im Bereich der Marktgemeinde Winklarn war ein Thema der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Breitbandausbau gehört mittlerweile zur Daseinsvorsorge einer Kommune. Bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten stellt schnelles Internet einen wichtigen Standortfaktor dar. Eduard Maier vom Planungsbüro Breitbandberatung Bayern GmbH aus Neumarkt informierte in der Sitzung über die Ziele und Inhalt der Richtlinien zur Förderung des Ausbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen in Bayern.

Rückblick auf das Jahr 2020 in Winklarn aus Sicht der Gemeinde

Winklarn

In der Marktgemeinde erfolgte bereits ein Teilausbau bis zu den Verteilerschränken durch staatliche Zuschüsse und ein Landkreisförderprogramm. Besonders wichtig wäre momentan der Ausbau im Ort Winklarn selber. Zur Realisierung gibt es nur das bayerische Förderprogramm, so Eduard Maier. Vorgesehen seien für einen Gewerbebetrieb ein Gigabit und für einen Privathaushalt 200 Megabit. Tiefbaumäßig müsse jedes Haus erreicht werden, jedes Gebäude einen Anschluss aufweisen. Maier empfahl, bei etwaigen Straßensanierungen an diese Anschlüsse zu denken und Leerrohre mit einzubauen.

Bei der Förderung würde nicht mehr alle Anschlüsse gleich behandelt, es gebe nun drei Förderbereiche. Laut Auskunft des Referenten können keine genauen Förderhöhen vorausgesagt werden, sie sind regional und örtlich unterschiedlich. Grundlage sei eine Markterkundung, eine Einteilung in private und gewerbliche Nutzer. Die gewerbliche Seite lege die Kommune fest, dazu gehörten auch Landwirte, öffentliche Gebäude, Schulen, Bauhöfe und zum Teil auch Homeoffice-Arbeitsplätze. Aufbauend darauf werde eine Förderlandkarte erstellt. Dann kommt es zu einem Kooperationsvertrag.

Die Bauphase werde weitere 24 bis 48 Monate dauern. Somit könnten bis zu fünf Jahre vergehen, ehe alle Nutzer in den Genuss des schnellen Internets kommen, wie Eduard Meier ausführte. Angesichts der langen Vorbereitung stimmten die Markträte einer Nutzung der Richtlinien zur Förderung des Breitbandausbaues zu und beauftragten die Verwaltung. entsprechende Angebote einzuholen.

Auch die ehemalige Deponie Windhals spielte eine Rolle in der Sitzung: Dort hat das Landratsamt die Umsetzung des vorliegenden Zeit- und Maßnahmenkonzepts zur abschließenden Gefährdungsabschätzung angemahnt. Zur Umsetzung sollen von der Verwaltung mindestens drei Angebote von Sachverständigenbüros eingeholt werden. Bürgermeisterin Sonja Meier wurde ermächtigt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen.

Die Bestellung des ersten Kommandanten der Feuerwehr Muschenried, Roland Drexler, und seines Stellvertreters Christian Hirn endet am 15. Februar. Da aufgrund der Corona-Pandemie eine zeitnahe Wahl nicht möglich ist, müssen Notkommandant und Notstellvertreter bestellt werden. Nach persönlichen Gesprächen mit der Bürgermeisterin erklärten sich beide bereit, sich wieder zur Verfügung zu stellen. Sobald es möglich ist, wird die Wahl nachgeholt. Grünes Licht gaben die Markträte für eine Bauvoranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses mit Garage in Schneeberg.

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