04.02.2021 - 21:00 Uhr
WinklarnOberpfalz

Nach Fast-Absturz: Rückkehr des Winklarner Wetterkreuzes steht in den Sternen

Seit Anfang Januar wissen die Winklarner nicht mehr, woher der Wind weht. Das Kreuz mit der Wetterfahne drohte herabzustürzen und musste geborgen werden. Noch steht nicht fest, wann es wieder auf der Kirchturmspitze glänzen wird.

Da fehlt doch was, denken sich die Winklarner Bürger beim Blick auf den Kirchturm. Das Wetterkreuz ist weg, wann es zurückkommt, ist ungewiss.
von Irma Held Kontakt Profil

Die Feuerwehr mit Unterstützung des Nabburger Unternehmens Süß barg am 3. Januar das Kreuz samt Wetterfahne von der Pfarrkirche am Marktplatz. Eile war geboten, denn es drohte abzustürzen, hing nur noch am Blitzableiter. Seitdem ist es in einer Halle in Winklarn sicher und wetterfest verwahrt. Die Bürger der Marktgemeinde treibt die Frage um, wann ihr lieb gewonnenes Wetterkreuz wieder auf die Kirchturmspitze gehievt wird.

"Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist", zeigt sich Pfarrer Eugen Wismeth auch einen Monat nach dem Fast-Absturz noch erleichtert. Er bestätigt auf Anfrage von Oberpfalz-Medien, dass der Fall der Versicherung gemeldet wurde. Über einen Zeitplan zur Rückkehr auf die Turmspitze könne er im Moment nichts sagen. Er sei derzeit vordringlich mit seelsorgerischen Aufgaben beschäftigt.

"Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist."

Pfarrer Eugen Wismeth

Pfarrer Eugen Wismeth

Dazu zählen in der Pandemie-Zeit die nicht einfache Erstkommunion- und Firmvorbereitung. Die Renovierung der Sakristei fordere ihn ebenfalls. Außerdem sei jetzt Winter, sagt er wohl mit Blick auf die Arbeiten in luftiger Höhe. Wenn es in Sachen Kreuz etwas Neues zu berichten gebe, werde er dies den Gläubigen im Pfarrbrief mitteilen.

Der Vorfall vom 3. Januar

Winklarn

Fachleute gehen davon aus, dass das Kreuz zumindest mit dem Verfahren, mit dem es demontiert wurde, nicht montiert werden könne. Am 3. Januar sei Gefahr in Verzug gewesen. Winklarnern liegt das kirchliche Symbol mit dem Windmelder auf dem Turm sehr am Herzen. Schon bei der Außensanierung der Pfarrkirche vor rund fünf Jahren soll das Kreuz mit Wetterfahne zur Disposition gestanden haben, lassen Insider Oberpfalz-Medien wissen. Die Befürworter hätten sich durchgesetzt. Einheimischen fehlt jetzt das vertraute christliche Symbol mit dem Wetteranzeiger. Wenn sie über den Marktplatz gehen, werfen sie stets einen Blick auf die Turmspitze. Die Fahne gibt die Windrichtung vor und lässt Rückschlüsse aufs Wetter zu. Seit 3. Januar aber nicht mehr.

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Über eine Hebebühne hatten die Helfer am 3. Januar die Kirchturmspitze erreicht.

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