16.04.2021 - 15:55 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Urlaub daheim und Trends 2021: Investitionen in den eigenen Garten boomen

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Der Sommerurlaub 2021 wird wegen der Corona-Pandemie bei den meisten wohl ausfallen. Deswegen investieren viele gerade in den eigenen Garten. Die Auftragslage der Unternehmen in der Region ist gut. Das sind die Garten-Trends in diesem Jahr.

Unternehmen, wie die Firma Punzmann Garten- und Landschaftsbau, haben derzeit viel zu tun. Die Menschen investieren wieder mehr in ihren Garten. Der Trend geht weg von Schottergärten.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Baumärkte, Gartencenter, Landschaftsgärtner und Gartenbauer in der Region erleben derzeit wieder einen Ansturm – der sogar größer ausfällt als noch 2020. Viele Betreiber machen dafür die Corona-Pandemie beziehungsweise den Lockdown und die Reisebeschränkungen als Gründe aus.

„Ich denke schon, dass das mit Corona zusammenhängt. „Die Menschen können nicht in den Urlaub und machen es sich daheim schön. Es wird mehr Geld in den eigenen Garten investiert“, sagt Wolfgang Härtl vom Maschinenring Neustadt-Weiden, der unter anderem Gartenpflegedienste anbietet. Die hohe Nachfrage bestätigt auch Karl Kiesl vom KS Landservice in Neustadt.

Ökologisch und grün

Der Trend im Garten geht hin zu mehr ökologischer Bepflanzung. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass die Leute gerade wieder mehr in den Garten investieren. Der Trend geht weit weg von den Schottergärten. Viele wollen ihre Vorgärten wieder schöner gestalten. Das kommt uns natürlich entgegen“, erklärt Josef Roth, Geschäftsführer von Punzmann Garten- und Landschaftsbau in Windischeschenbach. Er sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie, dem daraus folgenden Lockdown und der Investitionsfreudigkeit der Menschen in den eigenen Garten: „Das spielt sicherlich eine große Rolle, dass viele eben nicht in den Urlaub fahren und stattdessen ihre eigenen Grundstücke aufwerten wollen.“

Immer mehr Klimabäume oder bienenfreundliche Bepflanzung ist im Garten gerade sehr gefragt. „Die Leute richten zum Beispiel alte Grundstücke und Gärten wieder her. Da haben wir gerade viel zu tun“, berichtet Härtl. Roth stimmt hier mit ein: „Während des Lockdowns haben sich anscheinend viele Gedanken darüber gemacht. Die Leute geben der Natur wieder mehr Platz und es geht weg von den Schotterwüsten. Auch Stauden als Sichtschutz sind wieder im Kommen, eher keine Zäune.“

Selbstversorgung ist im Trend

Laut Härtl sind neben Eibe und Kirschlorbeer auch klassische Obstbäume wieder gefragt. Wohl auch, weil das Thema Selbstversorgung derzeit immer größer wird. Diesen Trend spüren auch die Baumärkte. „Hochbeete und klassische Gemüsesorten werden gerade gut verkauft. Die Leute pflanzen viel selbst an. Selbstversorgung ist im Trend“, erklärt die Abteilungsleiterin Garten von OBI Pressath. Die Gärten werden also wieder grüner und damit ökologischer und das kommt den Gartenbauern entgegen. Doch was stellen sich die Leute nun in den schönen Garten? Im vergangenen Jahr waren in vielen Baumärkten die Pools vergriffen. 2021 sind Überdachungen und Pavillons ein Trend. Sogar einige Discounter bieten Produkte in diesem Segment an, oft sind sie ausverkauft.

Terrasse und Garten statt Urlaub

„Wir bemerken schon, dass Terrassenüberdachungen, wie Markisen oder Sonnensegel, sehr gefragt sind“, bestätigt Peter Steiner von Naber+Steiner Metallbau in Neustadt/WN. Die Auftragslage sei gut, die Wartezeiten bewegen sich aber noch im normalen Bereich. Bei den Baumärkten geht es dann eher wieder darum den Pavillon, die Terrasse oder den Balkon auszustatten. Gartenmöbel, große Sitz-Loungen oder Hängesessel verkaufen sich gut. Zu Wartezeiten kann es hier bereits kommen. Genauso wie Gartendekoration oder auch Gasgrills.

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