16.10.2020 - 15:04 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Stadt Windischeschenbach verzichtet aufs Standl und den Christkindlmarkt

Sowohl das Weihnachtsstandl als auch der Christkindlmarkt fallen in diesem Jahr in Windischeschenbach aus. Schweren Herzens haben sich die Stadt und die beteiligten Vereine zur Absage entschieden.

Solche Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Stadt hat sich entschlossen, weder den Christkindlmarkt im Pfarrhof noch das Weihnachtsstandl vor dem Rathaus zu veranstalten
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Der Christkindlmarkt am ersten Dezembersamstag und das Weihnachtsstandl, das in der Adventszeit mehrmals die Woche vor dem Rathaus geöffnet hatte, erfreuten sich in den vergangenen Jahren großer Beliebtheit. Doch in diesem Jahr wird daraus nichts. Auch wenn die Veranstaltungen im Freien sind, würden sich dennoch zu viele Menschen rund um die Buden versammeln. Darüber informierte Bürgermeister Karlheinz Budnik das Gremium in der Stadtratssitzung.

Umsetzung schwierig

Tourismusreferentin Sandra Henkens hatte im Vorfeld die Vereine kontaktiert und nachgefragt, ob und wie sie sich vorstellen könnten, die Märkte und den Glühweinausschank mit Hygienekonzept dennoch irgendwie zu stemmen. Die Antworten fielen ziemlich einmütig aus. Fast alle entschieden sich dagegen. Dafür hatte auch der Stadtrat Verständnis.

Ebenfalls entfallen wird der Friedhofsgang an Allerheiligen. Diese Information hat Pfarrer Hubert Bartel aus der Dekanatssitzung mitgebracht. Wie die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag heuer ablaufen werden, soll noch abgestimmt werden.

Vorher-Nachher-Bilder

Was die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle gebracht hat, zeigte Thomas Wilhelm dem Gremium anhand von Aufnahmen mit der Wärmebildkamera. Die Vorher-Nachher-Bild machten deutlich, welche Defizite die Halle vor der Sanierung hatte. Welche Kosteneinsparung der Umbau gebracht hat, lässt sich jedoch erst in 2 bis 3 Jahren sagen, wenn mehr Vergleichszahlen vorliegen.

Hundesteuer erhöht

Wie in vielen anderen Kommunen auch wird in Windischeschenbach die Hundesteuer erhöht. Bisher kostete der Vierbeiner 26 Euro im Jahr. Ab 2021 zahlen die Halter 35 Euro. Mit dieser moderaten Erhöhung konnten sich alle Fraktionen anfreunden. Wer einen sogenannten Listenhund besitzt, zahlt nach wie vor 1000 Euro. In diesem Zusammenhang erging an alle Hundehalter die Bitte, die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge doch in ein Tütchen zu packen und zu Hause zu entsorgen.

Baugrundumfrage

Auf Anregung der Regierung der Oberpfalz hat die Bauverwaltung alle Eigentümer von unbebauten, aber bebaubaren Grundstück angeschrieben, um auszuloten, ob der eine oder andere bereit wäre das Bauland zu verkaufen. Die Rückmeldungen waren dürftig. In Bernstein sind 7 Eigentümer befragt worden. Drei davon haben mit einem negativen Ergebnis geantwortet. In Neuhaus ging 31 Anfragen raus, 9 Antworten kamen zurück, eine davon signalisiert Interesse. In Windischeschenbach und Gleißenthal gibt es noch 73 solcher Grundstücke. Vier Eigentümer können sich einen Verkauf vorstellen, 20 wollen nicht verkaufen. Der Rest hat nicht geantwortet.

Baubeginn sobald wie möglich 2021

Windischeschenbach

Bedarfsmeldung an die Regierung

Um im Falle eines Falles Zuschüsse beantragen zu können, muss die Stadt bei der Regierung der Oberpfalz eine Bedarfsmeldung für die kommenden Jahre abgeben. Für 2021 stehen auf dieser Liste das Zoigldenkmal mit Brunnen vor dem Kommunbrauhaus, der Kirchvorplatz samt Treppe, die Mauerneugestaltung an der Kirche sowie die Modernisierung des Stadtplatzes und der Hauptstraße. Weitere Punkte sind der Rückbau der Neuhauser Straße und Grunderwerb im Innenstadtbereich. Laut Bürgermeister Budnik ist diese Liste keine verbindliche Verpflichtung, sondern lediglich ein Anhaltspunkt für die Regierung.

Dass der Bebauungsplan "Windischeschenbach Nord" aufgehoben werden soll, hat der Stadtrat in seiner Sitzung im Juli beschlossen. Nun werden die dazu notwendigen Verfahrensschritte eingeleitet. Der Stadtrat genehmigte den Planentwurf zur Aufhebung des Bebauungsplans "Windischeschenbach Nord", allerdings nicht einmütig. Die Freien Wähler und Anne Droste (Die Grünen) stimmten dagegen. Wegen persönlicher Beteiligung waren Monika Hartmann, Renate Nastvogel und Erich Sperber von der Abstimmung ausgeschlossen.

Abschließend verkündete der Bürgermeister eine Entscheidung aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung. Da das alte Auto ausgedient hat, wird für die Verwaltung wird als Dienstfahrzeug ein gebrauchter Toyota Auris Hybrid Combi angeschafft.

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