23.09.2020 - 17:13 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Sanierung der Stützelvilla: Freistaat macht knapp 18 Millionen Euro locker

Ein Juwel wird wieder hergestellt: Mit fast 18 Millionen Euro unterstützt der Freistaat die Sanierung der Stützelvilla in Windischeschenbach.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Sanierung der Stützelvilla in Windischeschenbach mit knapp 18 Millionen Euro.
von Externer BeitragProfil

Der Freistaat Bayern investiert fast 18 Millionen Euro in die Sanierung der Stützelvilla in Windischeschenbach und einen modernen Neubau für die 2015 beschlossene Verlagerung des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Erhalten und saniert werden auch wertvolle Fresken, die 40 Jahre auf dem Dachboden eingelagert waren. Die notwendigen Gelder hat der Finanzausschuss des Bayerischen Landtages am Dienstag freigegeben. Das teilten die Abgeordneten Tobias Reiß (CSU) und Tobias Gotthardt (Freie Wähler) mit. Die vom Haushaltsausschuss genehmigten Mittel betragen demnach insgesamt 17,9 Millionen Euro.

Wegweisend für Oberpfalz

Am 4. März 2015 fällte die Staatsregierung eine wegweisende Entscheidung für den ländlichen Raum. Mit der „Heimatstrategie“ des damaligen Finanz- und Heimatministers Markus Söder startete die bislang größte Behördenverlagerung im Freistaat. Die nördliche Oberpfalz profitiert davon wie kaum eine andere Region. Der Doppelstandort des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) in Windischeschenbach und Waldsassen bietet bereits jetzt vielen gut qualifizierten und zumeist jungen Menschen eine Perspektive in der Heimat.

In Windischeschenbach sind in den Übergangsunterkünften bereits 30 Personen beschäftigt, die weitgehend aus der Region stammen und in den letzten Jahren ausgebildet wurden. Mit der Entscheidung des Haushaltsausschusses ist jetzt eine entscheidende Hürde genommen.

Somit entsteht in der nördlichen Oberpfalz das Kompetenzzentrum Bayerns für amtliche Kartographie mit den Schwerpunkten „Digitale Landkarten“, sowie der „Web-Kartographie“ einschließlich der 3D-Kartographie und Geovisualisierungen.

Meilenstein für Windischeschenbach

Reiß spricht von einem Meilenstein für Windischeschenbach und die gesamte Region. Zusätzlich wird die Organisation der Ausbildung der Anwärter in Windischeschenbach angesiedelt.

Freistaat kauft 2017 Stützelvilla

Es entstehen in Windischeschenbach 60 und in Waldsassen 70, also insgesamt 130 hochmoderne Behördenarbeitsplätze, die Perspektiven für junge Menschen aus der Heimat bieten.

Die Behördenverlagerung ist aber lange noch nicht zu Ende, denn in Weiden sollen in den nächsten Jahren zusätzliche 300 Stellen in einer Außenstelle des Landesamtes für Finanzen geschaffen werden.

Aus- und Fortbildungszentrum

Des Weiteren soll in Windischeschenbach in Zusammenarbeit mit den neuen Standorten in Waldsassen und Hof ein Aus- und Fortbildungszentrum für das LDBV eingerichtet werden. Hierfür sind entsprechend dimensionierte Einrichtungen (Schulungs- und Versammlungsräume sowie Übernachtungsmöglichkeiten, etc.) vorgesehen.

Die Umsetzung der Verlagerung nach Windischeschenbach wurde am 1. August 2016 in einer temporären Unterbringung im ehemaligen Fernmeldeamt begonnen. Der Personalaufbau wächst seit 2016 kontinuierlich an. Aufgrund von begrenzten Raummöglichkeiten wurde seit 1. Januar 2020 eine zweite temporäre Unterbringung in der ehemaligen Porzellanfabrik im Werkquartier angemietet.

Die denkmalgeschützte Villa wird durch einen Erweiterungsbau ergänzt, in dem auf zwei Geschossen notwendige Büro- und Verwaltungsräume mit ihren Nebenräumen, der neue Konferenz- und Ausstellungsbereich sowie die Übernachtungszimmer für Auszubildende und Gäste von Fortbildungen untergebracht werden.

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