03.12.2020 - 11:08 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Pop-up-Adventsmarkt füllt die Schaufenster eines Leerstands

Die Adventsmärkte in der Region fallen heuer der Coronapandemie zum Opfer. Die Windischeschenbacherin Katja Stessmann wollte das nicht hinnehmen und überlegte sich eine Alternative. Herausgekommen ist dabei ein Pop-up-Adventsmarkt.

In den Schaufenstern am Stadtplatz 9 in Windischeschenbach gibt's in der Adventszeit einiges zu bestaunen. Katja Stessmann hat die Auslagen mit den Unikaten von Hobbykünstlern bestückt.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Idee, in der Vorweihnachtszeit am Stadtplatz in Windischeschenbach einen Popup-Adventsmarkt ins Leben zu rufen, kam Katja Stessmann ganz spontan. "Ich bin immer gerne auf Weihnachtsmärkte gegangen", erzählt sie. "Deshalb finde ich es sehr schade, dass heuer gar nichts geht." Ein Post auf Instagram und die vielen leeren Schaufenster in Windischeschenbach inspirierten sie dazu, sich ein Konzept auszudenken, dass sowohl den vielen Hobbykünstlern hilft als auch dem trostlosen Anblick eines verwaisten Ladens entgegen wirkt.

In den Schaufenstern sollten Hobbykünstler aus der Region die Gelegenheit bekommen, die Sachen auszustellen, mit denen sie sonst auf die Märkte gegangen wären. Ins Auge gefasst hatte Katja Stessmann, die schönen, großen Auslagen des Anwesens am Stadtplatz 9. Hausbesitzer Sebastian Wolf war von der Idee begeistert und gibt grünes Licht für die Dekoration der Schaufenster.

Mit einfachsten Mitteln verleiht die Windischeschenbacherin den Auslagen ein ansprechendes Ambiente. Drei Biertische verkleidet sie mit Butterbrotpapier, mit hellen Vorhängen trennt sie die Fenster vom Rest des Ladens ab und ein Schlitten samt einer in Geschenkpapier eingewickelte Schachtel machen die Deko perfekt.

Auch ein Logo und ein Name sind schnell gefunden. "Einmalig Designmarkt" soll der Popup-Adventsmarkt heißen. Mittlerweile sind in den Schaufenstern die verschiedensten Kreationen von zehn Hobbykünstlern ausgestellt. Es gibt Mützen, Schals und Puschen aus Wolle, Kerzen mit Texten, Makrameearbeiten, Schmuck, Schnullerketten, Gedrechseltes, Bratapfel- und Eierlikör, Christbaumkugeln, gestrickte Socken und gehäkelte Dreieckstücher, Weihnachtskarten und Taschen.

In diesem Jahr ist alles anders

Windischeschenbach

Wer etwas kaufen möchte, kann seine Ware im Schaufenster aussuchen und seine Wünsche dann telefonisch bei Katja Stessmann anmelden. Einmal pro Woche, jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr, können die Sachen vor Ort abgeholt und bezahlt werden. Ob die Idee angenommen wird, kann Stessmann noch nicht sagen. Bis jetzt sei die Resonanz sehr positiv gewesen. "Bereits während des Dekorierens sind schon viele Leute stehen geblieben", berichtet sie. Doch egal, wie es läuft. Ein Versuch war es ihrer Meinung nach Wert. "Es gibt in Windischeschenbach so viele leere Schaufenster, vielleicht ist das ein Anstoß, aus den Leerständen etwas zu machen", sagt sie.

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