17.06.2020 - 17:36 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Erster Tag im Freibad: "Hauptsache, wir können wieder schwimmen"

Die ersten Badegäste, die am Mittwoch im Freibad Windischeschenbach ihre Bahnen ziehen, sind sich einig: "Hauptsache, wir können wir wieder schwimmen." An den corona-bedingten Auflagen stört sich niemand.

Bereits kurz nach 9 Uhr ziehen die ersten Badegäste unter den wachsamen Augen von Bademeister Horst Lindner im Schwimmerbecken ihre Bahnen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Kurz vor 9 Uhr steigen am Mittwoch die ersten Badegäste aus den Autos aus. Ingrid und Julius Putz aus Wildenreuth und Hannelore Thurn aus Friedenfels füllen zunächst einmal die Zettel mit der Anschrift aus, die am Eingang des Bades abgegeben werden müssen. Formulare und Stifte liegen auf zwei Biergarnituren im Eingangsbereich bereit. Links des Bauzauns zeigen Markierungen am Boden den Abstand an, den die Besucher einhalten müssen, wenn sie sich an der Kasse anstellen. Neben den Tickets gibt's heuer auch noch Einlassmarken. 600 Stück liegen am Eingang bereit. Sind diese ausgegeben, ist die Besucherhöchstzahl erreicht. Am Mittwochmorgen besteht keine Gefahr, dass das Bad zu voll sein könnte.

Die ersten Besucher freuen sich riesig, endlich wieder schwimmen zu können. "Wir gehen im Sommer schon x-Jahre ins Bad", erzählt Julius Putz. "Sonst sind wir in Erbendorf, heuer kommen wir halt nach Windischeschenbach." In die Schlange vor der Kasse reiht sich ein Ehepaar aus Weiden ein: "Wir waren bisher im Schätzlerbad und sind froh überhaupt ins Bad gehen zu können." Einer Frau aus Parkstein geht es ähnlich: "Ich muss heute nicht arbeiten, deshalb habe die Gelegenheit gleich genutzt."

Wer den Kassenbereich hinter sich gelassen, kann seine Maske wieder wegpacken. Auf der großen Liegewiese und auch auf den Steinterrassen rund um die Becken ist an diesem Vormittag genügend Platz für alle. Die ersten sechs Schwimmer verlieren sich fast in dem 50-Meter-Becken. Zwei Auquajoggerin beweisen, dass man mit genügend Abstand auch im Wasser plaudern kann wie bisher. "Wir freuen uns wie die Schneekönige", strahlen die beiden Windischeschenbacherinnen. Auch Petra Schmidt, seit Jahren Stammgast im Bad, konnte es kaum erwarten. "Mal schauen, ob ich's noch kann", sagte sie und setzt zu den ersten Kraulzügen an.

Währenddessen verrichtet der neue Pächter Viktor Sauerwein die letzten Handgriffe, bevor er den Kiosk um 11 Uhr aufsperrt. Die Tische und Stühle auf der Terrasse stehen weiter auseinander. Im Kiosk selbst, den fünf Leute gleichzeitig betreten dürfen, gilt wie im Supermarkt Maskenpflicht. "Wir haben ein bisschen umgestellt", sagt er. Für vieles gibt's Selbstbedienung. Die Gläser sind alle aus Plastik. "So kann man sein Bier auch mit auf die Liegewiese nehmen", lautet seine Überlegung.

Auch die Reinigungskräfte haben gut zu tun. Sämtliche Handläufe, Deckel der Mülleimer und Knöpfe an den Außenduschen werden ständig desinfiziert.

Den großen Ansturm gibt's am ersten Tag der Saison zwar noch nicht, doch Bademeister Horst Lindner ist sehr zufrieden. "Den ganzen Tag über kamen die Leute. Und das Beste ist: alle waren begeistert."

Viktor Sauerwein, der neue Pächter des Freibadkiosks, hat sich ebenfalls auf die Auflagen vorbereitet.

Auch die WTW bereitet sich vor

Weiden in der Oberpfalz

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