22.10.2019 - 14:47 Uhr
WiesauOberpfalz

Viele Informationen beim Tag der offenen Tür

Die EDV Schulen am Beruflichen Schulzentrum sind die größten Bildungseinrichtungen für IT-Berufe in der Nordoberpfalz. Einen Einblick in die Unterrichtsinhalte und in die Ausstattung bietet regelmäßig das Angebot: Tag der offenen Tür.

Die neue Produktionsstraße wurde erst vor wenigen Tagen in Betrieb genommen. Roland Grillmeier, Dr. Hermann Körner, Toni Dutz, Alfred Scheidler und stellvertretender Schulleiter Thomas Metzler ließen sie sich von Jürgen Böckl (von links) im Detail erklären.
von Werner RoblProfil

Bereits seit mehr als 30 Jahren ist die Schule in Wiesau ein moderner und kompetenter Ansprechpartner für angehende IT-Fachleute. Die Angebote werden regelmäßig erweitert. Auch in den vergangenen Monaten hat sich wieder einiges getan. "Hinzugekommen ist die Ausbildung zum staatlich geprüften Informationstechniker," informierte stellvertretender Schulleiter Hermann Körner beim Rundgang beim Tag der offenen Tür der EDV-Schulen am Samstag.

Vorträge für IT-Fachleute

Bereits in den frühen Vormittagsstunden war das Interesse groß. Rund 200 angehende IT-Fachleute nutzten die Gelegenheit, die Fachvorträge und Klassenzimmer zu besuchen, um sich von der Schule, ihren Schülern und Pädagogen ein genaues Bild zu machen.

Traditionell eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem Rundgang mit Hermann Körner und Thomas Metzler von der Schulleitung, an dem auch die Bürgermeister Toni Dutz und Roland Grillmeier sowie stellvertretender Landrat Alfred Scheidler teilnahmen. Es wurde deutlich, dass erneut viel Geld in die Hand genommen worden ist, um die Schulen noch attraktiver zu machen.

Erst vor wenigen Tagen wurde in einem Klassenzimmer eine verkleinerte Produktionsstraße eingerichtet, um die Weiterverarbeitung von Mobiltelefonschalen zu simulieren. Die von einer ausgeklügelten Software unterstützte Anlage wurde von der Esslinger Firma Festo geliefert und kostete rund 83 000 Euro. "Das Steuerungsprogramm wird regelmäßig aktualisiert", informierte Oberstudienrat Jürgen Böckl, der die Fachklassen Metalltechnik und den Physikunterricht betreut. "Finanziert wurde die Anlage durch das Förderprogramm "Kompetenzzentrum für berufliche Schulen". Für die aktuell neue Einrichtung in Wiesau stellte der Freistaat 225 000 Euro Verfügung. Der Landkreis Tirschenreuth hat den Rest übernommen.

Für die kürzlich komplettierte Raumausstattung wurden rund 80 000 Euro in die Hand genommen. Dazu gehört auch eine Fischer-Technik-Betriebsautomation, bestehend aus den bekannten grauen und roten Kunststoffsteinen. Darin verbergen sich moderne Musterprozesse. "So wie die Maschinen hier arbeiteten, laufen die Steuerungen auch in den Produktionshallen ab", erläuterte Böckl und verwies zudem auch auf eine "Kuka-Schutzzelle", die hier seit zwei Jahren ihren Dienst verrichtet. Ihren Wert bezifferte Böckl auf 23 000 Euro. "Damit lernt man, die Betriebsabläufe zu programmieren." Genutzt wird die Robotik-Anlage von angehenden Produktionstechnologen und Informationstechnikern im zweiten Lehrjahr.

Arbeitskreis gegründet

Beim Ausbildungsberuf Produktionstechnologe ist die Wiesauer Schule laut Böckl bayernweit die einzige, die diesen Zweig anbietet. Derzeit werden in Wiesau 13 Schüler unterrichtet. Um die Möglichkeiten auszuloten, wie man den Fokus verstärkt auf das BSZ - speziell auf die neuen Berufe - lenken kann, ist ein überregionaler Arbeitskreis gegründet worden. "Die Investitionen sind eine große Herausforderung." Machbar sei dies alles nur durch die Bereitstellung von Fördergeldern, betonte Körner. Angeschafft wurden auch drei 3 D-Drucker und ein präzise arbeitender Messarm. Smartboards in den Räumen kommunizieren mit den Computer-Arbeitsplätzen.

Insgesamt, so stellvertretender Schulleiter Metzler, wurden in den zurückliegenden Monaten rund eine halbe Million Euro investiert, um sich den Forderungen der Betriebe nach entsprechend ausgebildeten Fachkräften stellen zu können.

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