18.05.2020 - 11:17 Uhr
WiesauOberpfalz

Planen, leiten und helfen

Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) des Landkreises bilden ehrenamtliche Kräfte. Während der Corona-Pandemie sind die Frauen und Männer besonders gefordert.

Im Bild von links Nico Hallmann, Heimleiter "Haus Steinwaldblick", Maria Sailer, Conny Klarner und Sandra Blohmann bei der Essensausgabe an (von rechts) BRK-Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum, Kreisbrandrat Andreas Wührl und Kreisbrandmeister Lorenz Müller.
von Werner RoblProfil

Die Zentrale ist im Wiesauer Feuerwehrhaus eingerichtet. Während einer verdienten Mittagspause stellt sich Kreisbrandrat Andreas Wührl Fragen von Oberpfalz-Medien. Dabei informiert der 61-jährige Wiesauer: „Die UG-ÖEL arbeitet mit verschiedenen Fachgruppen und Einheiten zusammen.“ Wührl beschreibt das Team wie folgt: "Konkret besteht die Unterstützungsgruppe aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und des Bayerischen Roten Kreuzes. Die UG-ÖEL genannte Einsatz-Gruppe stellt den verlängerten Arm des Katastrophenschutzes dar."

Wegen der Corona-Pandemie sind die Ehrenamtlichen vor Ort in dauernder Alarmbereitschaft. "Wir arbeiten seit 23. März im Schichtbetrieb“, so der Kreisbrandrat. Wührl ergänzt: "Anfangs waren es 25 Leute, die in Alarmbereitschaft versetzt wurden." Laut seiner Aussage wird der Personalstand aber sukzessive wieder heruntergefahren. „Statt an allen Tagen der Woche sind unsere Leute seit Ostern nur noch an den Werktagen vor Ort“, verweist der KBR an anderer Stelle auf den veränderten Einsatzplan.

Bei der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung ist Vorsorge oberstes Gebot. An die Sicherheitsvorschriften erinnert ein großes Schild im Eingangsbereich des Feuerwehrhauses: „Beim Betreten der Örtlichen Einsatzleitung bitte Hände gründlich waschen, desinfizieren und Mundschutz entnehmen.“ Wo die Desinfektionsstelle zu finden ist, dorthin verweist ein roter, nicht zu übersehender Pfeil.

Wertvolle Hilfe durch das THW Marktredwitz

Marktredwitz

„Die Leute müssen auch verpflegt werden, das ist wohl selbstverständlich“, deutet KBR Andreas Wührl auf einen Raum im Untergeschoss. Dort werden – kurz vor Mittag – soeben Tische zusammengeschoben. Ehrenamtliche tragen Besteck und Teller auf. Zubereitet wird das Mittagessen aber nicht im Feuerwehrhaus, sondern in der Küche des Wiesauer Seniorenpflegheims „Haus Steinwaldblick“. Die dafür entstehenden Kosten übernimmt der Katastrophenschutz des Landkreises. Das täglich wechselnde Essen wird abgeholt. Diese Aufgabe, auch die Ausgabe der Mittagsverpflegung, übernahm die BRK-Bereitschaft aus Wiesau. „Für den kleinen Hunger zwischendurch kaufen wir Gebäck von den örtlichen Bäckereien“, erklärt der Kreisbrandrat, dem das Wohl der Kräfte sehr am Herzen liegt. „Wir danken allen, die vor Ort ihren Dienst leisten. Zudem danken wir dem BRK und dem ,Haus Steinwaldblick' für die Unterstützung“, fügt Kreisbrandrat Andreas Wührl hinzu.

Aufgaben und Arbeit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung

Wiesau
Vorsorge ist bei der Einsatzleitung oberstes Gebot. Auf die Sicherheitsbestimmungen verweist ein Schild im Eingangsbereich.
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