11.12.2019 - 14:36 Uhr
WiesauOberpfalz

Pfarrer Schlenk mahnt zu wirklich "staader Zeit"

Das Gemeinsame hat in der Evangelischen Kirchengemeinde einen besonderen Platz. Ein Symbol dafür ist auch die Advendsandacht mit einer anschließenden Einkehr, wo man im Gemeindehaus die „staade Zeit“ einläutet.

Mit adventlichen Liedern umrahmte der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Christine Schlenk die besinnliche Stunde.
von Werner RoblProfil

Jedes Jahr öffnet die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde ein besonderes konfessionsübergreifendes Adventsfenster. Dort darf sich jeder, der dabei sein möchte, mit einer Andacht und Liedern auf Weihnachten einstimmen lassen. "Die Jagd ist eröffnet", stellte Pfarrer Martin Schlenk in der Auferstehungskirche fest und fügte eher gequält "endlich" hinzu. Schlenk meinte in seiner Adventsansprache aber keineswegs die Jagd draußen im Wald, sondern die fieberhafte Suche in den Geschäften nach materiellen Dingen, die man unter den Weihnachtsbaum legen kann. "In wenigen Wochen ist Weihnachten, viele haben noch immer kein Geschenk eingekauft", mutmaßte der Pfarrer. "Unbarmherzig schreitet die Zeit voran." Er habe sich noch nicht mit der Weihnachtspredigt befassen können. "Diesmal wird mir nichts einfallen, ich spüre es." Bei all der Hektik drohe die Gefahr, dass das Wesentliche in den Hintergrund rücke.

"Wundersame Vermehrung"

Mit großer Kritik beleuchtete Pfarrer Martin Schlenk auch die "wundersame Vermehrung" der Weihnachtsfeiern in den Betrieben und Vereinen. "Es scheint, wir feiern Weihnachten bei verschlossenem Himmel", fasste er seine kurzweilige Adventspredigt, die er "Gedankenfetzen" nannte, zusammen.

"Ich lade Sie danach zur Einkehr ein", bat Pfarrer Martin Schlenk ins Gemeindehaus, um die vorangegangene Stunde in der Auferstehungskirche noch einmal Revue passieren zulassen. Begleitet wurde die Andacht vom evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Christine Schlenk.

Adventliche Weisen sang der evangelische Kirchenchor in der Auferstehungskirche.
Pfarrer Martin Schlenk mahnte, Weihnachten anders zu feiern, als man es gewohnt sei.
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