25.11.2020 - 13:44 Uhr
WiesauOberpfalz

Neue Schilder für die Wanderwege in und um Wiesau

Die Beschilderung der örtlichen Wanderwege soll erneuert und besser strukturiert werden. Ein Thema, das im Gemeinderat Wiesau auch zu Nachfragen führt.

Einstimmig befürwortete der Marktrat die Erneuerung und Umstrukturierung der Wanderwegetafeln. Die Maßnahme wird vom Naturpark Steinwald gefördert.
von Werner RoblProfil

Für die geplante Neubeschilderung der vorhandenen Wanderwege muss der Markt Wiesau rund 12.000 Euro (geschätzter Eigenanteil) in die Hand nehmen. Den Restbetrag übernimmt der Naturpark Steinwald, der einen Zuschuss in gleicher Höhe in Aussicht gestellt hat. „Wir werden heute darüber entscheiden." Zudem werde man sich auch um die spätere Aufstellung und Pflege der Wandertafeln kümmern, warf Toni Dutz in der Sitzung des Marktgemeinderats einen Blick auf die Bedingungen der 50-prozentigen Förderung.

Als Diskussionsgrundlage dienten die Kostenschätzungen, die den Fraktionen bereits vor der Sitzung in schriftlicher Form ausgehändigt worden waren. Helmut Oppl hakte aber trotzdem nach: „Ich frage mich schon, warum die Maßnahme so teuer ist“, monierte der CSU-Marktrat die in seinen Augen viel zu hohe Summe. Oppl bohrte weiter: „Wie viele Schilder sind das? Wer stellt sie her? Und aus welchem Material werden sie gefertigt?“

Die Informationen habe man dem Gremium doch ausgehändigt, verwies Thomas Weiß, Geschäftsleiter im Rathaus, auf die bereitgestellten Unterlagen. Zudem stellte Weiß eine Kostenreduzierung in Aussicht, falls sich Wegepaten bereiterklärten, die Pflege der Wandertafeln zu übernehmen. Damit könnte ein wesentlicher Betrag, allein für die Montage, gespart werden, verriet ein Blick in die Kostenberechnungen. „Gut, das wollte ich nur wissen“, erwiderte Oppl. Der Leugaser betrachtete die Angelegenheit damit als erledigt. „Damit erhält das Wanderwegenetz in und rund um Wiesau eine neue und einheitliche Beschilderung“, kommentierte Bürgermeister Toni Dutz danach das einstimmige Votum des Marktrates.

Kalkulatorischer Zinssatz

Der per Gemeinderatsbeschluss festgelegte und seit 2017 angewandte kalkulatorische Zinssatz beträgt aktuell 3,5 Prozent. Einstimmig sprach sich der Marktrat, der über eine Neufestsetzung zu entscheiden hatte, für eine deutliche Senkung in den kommenden Jahren aus. Damit folgte man einer Empfehlung der Verwaltung, die für die Jahre 2021 bis 2024 eine Anpassung auf 2,2 Prozent vorgeschlagen hatte. Bürgermeister Toni Dutz bewertete den künftigen kalkulatorischen Zinssatz von der Höhe her als „angemessen“. Der Bürgermeister ließ an anderer Stelle aber anklingen, dass die Verzinsung des Anlagekapitals als „betriebswirtschaftliche Aufwendung“ bei der Gebührenkalkulation beim Abwasser und beim Bestattungswesen mit einzubeziehen sei. Die Zinsanpassung habe somit auch Auswirkungen auf die künftigen Gebühren, so das Gemeindeoberhaupt. Mit Blick auf die Wasserversorgung betonte Dutz nach dem einstimmigen Votum der Markträte: Aus steuerlichen Gründen werde man hier die kaufmännischen Zinsen zum Ansatz bringen.

Corona-Pandemie

Coronabedingt gab es in diesem Jahr keinen Wiesauer Wirtschaftstag. Nicht stattfinden konnte außerdem das Fischessen. „Leider wird es heuer auch keinen Adventsmarkt geben“, klagte Bürgermeister Toni Dutz über die Absage der Traditionsveranstaltungen als Folge der Pandemie. Verzichtet hatte man in Wiesau auch auf die gewohnte Durchführung des Volkstrauertags. „Ich war aber schon ein wenig irritiert, als ich feststellte, dass dies in manchen Kommunen anders gehandhabt wurde.“ Die immer noch instabile Lage und die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus im Visier, vertrat Dutz die Ansicht: „Was die künftigen Termine in Wiesau betrifft, fahren wir auch weiterhin nur auf Sicht.“

Konzessionsvertrag

Der Markt Wiesau hat den mit der Bayernwerk Netz GmbH seit Ende 2003 bestehenden Strom-Konzessionsvertrag verlängert. Die neue Vereinbarung hat eine Laufzeit von 20 Jahren und endet im November 2043. Darauf verständigte sich der Marktgemeinderat. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass das Vertragsende spätestens zwei Jahre vor Ablauf durch eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. Dies erfolgte am 15. Juli 2020. Den Interessenten an einem Neuabschluss wurde die Gelegenheit gegeben, ihre schriftliche Bewerbung einzureichen. „Als einziges Elektrizitätsunternehmen bewarb sich die Bayernwerk Netz GmbH Regensburg“, informierte nun Bürgermeister Toni Dutz. „Es handelt sich dabei um jährliche Einnahmen in Höhe von rund 110.000 bis 120.000 Euro, auf die wir keinesfalls verzichten können“, unterstrich Dutz nach dem Votum des Marktrates, der sich einstimmig für eine weitere Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz GmbH Regensburg aussprach.

Das Netz der Wiesauer Wanderwege verzweigt sich beim Rathaus an der Kreuzung Marktstraße/Marktplatz/Alfons-Goppel-Straße.

Hier ein weiterer Bericht zur Gemeinderatssitzung in Wiesau

Wiesau

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