25.07.2021 - 14:11 Uhr
WiesauOberpfalz

Freie Wähler fordern Sperrung des Parkplatzes an der Tonwerkstraße in Wiesau

Den Gefahrenherd im Bogen der Haupt- bzw. Tonwerkstraße in Wiesau sprach Markus Schäffler an. In der Marktratssitzung beantragte er die Sperrung des Parkplatzes. Bürgermeister Toni Dutz reagierte erst nach der Sitzung.

FW-Marktrat Markus Schäffler empfahl die Parkplätze im Bogen der Haupt- bzw. Tonwerkstraße aufzuheben. Einfachste Lösung - so der Kommunalpolitiker - wäre das Aufstellen von Pflanztrögen.
von Werner RoblProfil

Am Ende der letzten Sitzung des Marktgemeinderats Wiesau vor der Sommerpause beleuchtete Marktrat Markus Schäffler die Parkplätze im Bogen der Haupt- bzw. Tonwerkstraße. Im Einklang mit der Firma Schiedel, deren Werksgelände auf der anderen Straßenseite liegt, empfahl der Fraktionssprecher der Freien Wähler im Wiesauer Gemeinderat eine Sperrung der nur wenigen Stellflächen. "Damit der Parkplatz nicht mehr genutzt werden kann." Ermöglicht würde dies durch das Aufstellen von Pflanzkübeln, schlug Schäffler vor.

Unübersichtliche Stelle

Seinen Antrag untermauerte er mit den Gefahren beim Ausparken an der unübersichtlichen Stelle gegenüber des Werksgeländes der Wiesauer Schiedel GmbH & Co. KG. Schäffler erinnerte an einen Verkehrsunfall im Mai 2019. An der Stelle war ein damals 16-Jähriger mit seinem Leichtkraftrad von der Tonwerkstraße Richtung Hauptstraße unterwegs und wurde von einem rückwärts ausparkenden Auto übersehen und erfasst worden. Bürgermeister Toni Dutz nahm den Antrag aus den Reihen der Freien Wähler ohne weiteren Kommentar zur Kenntnis. "Damit gehen wir in die Sommerpause", schloss Dutz die Sitzung.

Einen Tag nach der Sitzung bat der Bürgermeister Oberpfalz-Medien um ein Gespräch, um die geforderte Sperrung der Parkplätze im Bogen an der Haupt- bzw. Tonwerkstraße zu beleuchten. Anders als FW-Marktrat Markus Schäffler vertritt Dutz die Ansicht, dass die angeregte Maßnahme nicht notwendig sei. Dutz verwies dabei auch auf eine Unterhaltung mit Michael Bauernfeind, Werkleiter der gegenüberliegenden Firma Schiedel. Gegenüber Oberpfalz-Medien erklärte Dutz, dass der Unternehmenssprecher seine Ansicht teile: Der Parkplatz solle nicht gesperrt werden.

Dutz: Keine Unfallhäufigkeit

"Berücksichtigen sollte man auch die Interessen des nahen, an der Tonwerkstraße gelegenen Fachgeschäftes, Wema Werkzeuge-Maschinen", erklärte der Bürgermeister. Zum vermeintlichen Gefahrenherd sagte Dutz: "Der letzte schwere Unfall geschah vor zweieinviertel Jahren." Man könne daher nicht von einer Unfallhäufigkeit sprechen. Eindringlich appellierte Dutz an die Sorgfaltspflicht der Autofahrer beim Ein- und Ausparken. Zudem verwies Dutz auf die dort geltende Tempo-30-Regelung.

Erneute Abstimmung

Zügig abgearbeitet wurden in der Sitzung vorher die zusammengefassten Themen "Bauleitplanung - Billigung des Entwurfes der Flächennutzungsplanänderung Sondergebiet Holzlager und Umschlagplatz Wiesau" und die entsprechende 1. Änderung der Bauleitplanung inklusive einer Begrünung für das künftige Sondergebiet am Bahngelände. Die Themen wurden bereits in der Oktober-Sitzung vergangenen Jahres behandelt und einstimmig auf den Weg gebracht. "In der Zwischenzeit ergaben sich aber geringfügige Änderungen", erklärte Bürgermeister Toni Dutz. Aus diesem Grund musste der damals vorgestellte Entwurf angepasst werden. Notwendig wurde daher auch ein neuer Marktratsbeschluss, damit die förmliche Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung stattfinden konnte.

Über die eingegangenen Stellungnahmen berichte Diplomingenieur Bernhard Bartsch aus Sinzing. Das geforderte Schallgutachten und die ausgearbeiteten Lärmkontingente stellte Fachberater Alfred Bartl aus Vohenstrauß/Altentreswitz vor. Festgehalten ist im Lärmkontingent, wie viel Schallemission das Gewerbe oder die Industrieanlage im Sondergebiet Holzlager und Umschlagplatz in Wiesau höchstens abgeben darf.

Die jeweiligen Beschlüsse ergingen einstimmig. FW-Marktrat Thomas Streber durfte als persönlich Betroffener an der Abstimmung für die Billigung des Entwurfes zur 1. Änderung des Bebauungsplanes nicht teilnehmen.

Thema im Wiesauer Marktrat war auch der Container-Umschlagplatz bzw. das Sondergebiet im Osten des Bahnhofes.

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Wiesau

 

 

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