22.10.2021 - 09:54 Uhr
WiesauOberpfalz

Beste Erinnerungen an die Kindheit am Kreuzberg in Wiesau

Mit viel Freude und Leidenschaft hat Heimatautor Werner Robl sein neues Buch vorgestellt. Es erzählt von unbeschwerten Kindertagen in Wiesau. Nicht nur Freunde sind begeistert.

Werner Robl hat eine große Fangemeinde. Bei der Buchvorstellung waren rund 30 Gäste dabei. Viele davon sind Schulkameraden oder Spielfreunde aus seiner Kindheit.
von Ulla Britta BaumerProfil

Das war knapp: Erst einen Tag vor der öffentlichen Vorstellung hat Heimatautor Werner Robl die erste Lieferung seines neuen Werks mit dem Titel "Kummts fei wieder" bekommen. Damit war die Premieren-Lesung im Gasthof Bayer gerettet. Robl erzählte, mit einem schelmischen Augenzwinkern, schuld sei der Familienbetrieb gewesen. Weil er seine Bücher im Eigenverlag veröffentlicht, hilft die Familie mit. Und dabei sei beinahe ein Engpass bei der Lieferung entstanden.

Gut, dass alles rechtzeitig fertig wurde: Immerhin warteten gut 30 Zuhörerinnen und Zuhörer darauf, was der Heimatautor in Teil zwei seiner Kindheitserinnerungen zu Papier gebracht hat. Die Erwartungen waren groß, da im Bayer-Saal zahlreiche ehemalige Freunde aus der Kindheit und Schulkameraden von Robl Platz genommen hatten. Alle waren sehr gespannt, was der Werner von seiner und ihrer Kindheit aufgeschrieben hat und ob sein Gedächtnis wirklich so gut ist, wie er sagt.

Die Gäste der Buchvorstellung wurden nicht enttäuscht. Dass der Titel "Kummts fei wieder" ein Zitat der Härtl-Anna ist, wusste der Großteil der Zuhörer. Und dass der Gasthof "Zur Linde" leider nicht mehr existiert. Robl ließ die Erinnerung aufleben mit einem Kapitel über den Kinderfasching in der "Linde", wozu ihm die Mutter immer zwei Mark extra in die Hosentasche gesteckt hatte und wo er, natürlich als Cowboy mit roten Fransen an der Hose und einem karierten Halstuch, Spielzeugpistole sowie Cowboyhut, erschienen sei. "Die Spielzeugpistole musste ich mir jedes Jahr neu kaufen. Sie wurde jeden Fasching kaputtgeschossen", erzählte Robl lachend.

Er erinnerte an weitere lustige und nette Erlebnisse aus der Kindheit. Mehrfach wurde die Lesung mit Zwischenrufen unterbrochen. Plötzlich waren viele wieder Kind und sahen den vollen "Linde"-Saal vor sich, wo sich Mädchen und Buben beim Faschingstreiben dicht an dicht tummelten. Spannend wurde es, als Robl zum nächsten Kapitel überging und von Lehrerin Petra Katterfeld vorlas. Natürlich habe er das ehemalige "Fräulein" vorher angerufen, ob er sie im Buch nennen darf, berichtete Robl. Mit der heutigen Petra Katterfeld-Huber sei er nun per Du und sie habe sich sehr gefreut, dass er sie in der neuen Lektüre beachte. Er habe sie auch gefragt, ob die Klasse schlimm für sie gewesen sei. "Sie hat das verneint und gesagt, wir waren ganz liebe Buben." Mit dem "Fräulein" habe seine Klasse, damals die fünfte Jahrgangsstufe, erstmals eine ganz junge Lehrerin bekommen.

Von ihr und einem Schulausflug nach Coburg hatte der Autor eine besondere Geschichte in Erinnerung. Denn einige "schlimme" Buben habe es in der Klasse natürlich gegeben. Robls Behauptung war das Stichwort für einige, sich angesprochen zu fühlen. "Dich habe ich doch nicht gemeint", klärte Robl das Missverständnis lachend mit einem der ehemaligen Schulkameraden.

Werner Robl, der am Tag der Buchvorstellung Geburtstag feierte, wurde von seinen Fans nicht nur mit ihrer Anwesenheit geehrt. Die Freunde aus seiner Kindheit haben ihm mit einer Laudatio, einem Geschenkkorb und einem "Buchpreis" zum Dank für den schönen Leseabend einen herrlichen Abend beschert. Robls neues Buch "Kummts fei wieder" gibt es im Dorfladen Fuchsmühl, beim Autor und im Rathaus Wiesau.

Wie das Buch "Kummts fei wieder" entstand

Fuchsmühl
Vorlesen kann Werner Robl gut: Mit kräftiger Stimme erzählte er seinen Gästen von seiner Kindheit und aus dem Schulleben in Wiesau.

 

 

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