04.11.2020 - 14:33 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Weiherhammerin hofft auf Joe Biden als US-Präsident

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Stefanie Tanner war sechs Jahre in den USA und hat die Amtszeit von Präsident Donald Trump miterlebt. Im Interview spricht sie über ihre Sicht auf die US-Wahl.

Stefanie Tanner und ihr zweijähriger Sohn Gabriel.
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Vor vier Wochen ist Stefanie Tanner mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern wieder zurück nach Weiherhammer gezogen. "Wir sind froh, dass wir wieder in Deutschland sind", gibt sie unumwunden zu.

ONETZ: Wie schätzen Sie die Situation in Amerika ein?

Stefanie Tanner: Sehr gespalten. Wir haben erst in Massachusetts gewohnt, das war demokratisch. Danach sind wir nach Ohio gezogen, das war dann mehr republikanisch.

ONETZ: Wie haben Sie die Amtszeit von Donald Trump miterlebt?

Stefanie Tanner: Als wir in Massachusetts in der Nähe von Boston gewohnt haben, waren damals gerade die Wahlen. Die Leute waren geschockt, das war nicht so toll. Wir haben nicht geglaubt, dass er gewinnt. In Ohio hingen dann überall in Vorgärten oder auf Scheunen Fahnen mit Trumps Gesicht. Die Demokraten waren in dieser Hinsicht ziemlich gemäßigt.

ONETZ: Warum wählen die Amerikaner jemanden wie Trump?

Stefanie Tanner: Es ist echt unglaublich, wie viele Leute man hört, die sagen, er sei der Beste. Dabei ist Trump vom Menschlichen her eigentlich schlimmer als jeder andere. In den vergangenen vier Jahren haben sich aber auch viele Leute, die Trump gewählt haben, umentschieden.

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ONETZ: Was halten Sie von ihm?

Stefanie Tanner: Ich hoffe, dass er es nicht wieder wird. Ich finde es schlimm, allein die täglichen Pressekonferenzen im Fernsehen. Er ist ein Dampfplauderer und erzählt Lügen.

Trump ist vom Menschlichen her eigentlich schlimmer als jeder andere.

Stefanie Tanner

ONETZ: Wen hätten Sie gewählt?

Stefanie Tanner: Ich durfte ja nicht wählen, weil ich die US-Staatsbürgerschaft nicht habe. Aber ich hätte auf jeden Fall Joe Biden gewählt, weil er mehr Mensch ist. Trump weiß doch nicht, wie es armen Leuten geht.

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ONETZ: Der Ausgang der US-Wahl ist ja noch offen. Wie lange kann es sich hinziehen, bis ein endgültiges Ergebnis feststeht?

Stefanie Tanner: Soweit ich weiß, kann es eine Woche oder länger dauern. Viele Briefwähler haben gestern erst ihre Stimme abgegeben. Aber Trump sagt ja eh, dass die Briefwahl nicht zugelassen wird …

Zur Person:

Stefanie Tanner

Die 31-Jährige heiratete 2010 ihren Mann, der damals bei der US-Army war. 2014 zogen sie in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo ihre Kinder zur Welt kamen. Das Paar hat zwei Söhne im Alter von sechs Monaten und zwei Jahren sowie eine fünfjährige Tochter. Seit Anfang Oktober ist die Familie wieder in Deutschland. Stefanie Tanner, die 2010 und 2011 auch Praktikantin bei Oberpfalz-Medien war, kümmert sich um die Erziehung ihrer Kinder.

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