26.01.2021 - 11:32 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Bei Weiherhammer: Holzernte für klimastabilen Mischwald

Rund um das Gewerbegebiet "Weberschlag" müssen Spaziergänger in den nächsten Wochen aufpassen. Im Staatsforst werden größere Mengen Holz geerntet. Auch eine Chance für die nächste Baumgeneration.

Das ideyllische Röthenbächel mit seinen schönen Wäldern ist auch im Winter ein beliebtes Ausflugsgebiet.
von Externer BeitragProfil

Der für die Staatswälder im Bereich des Gewerbegebiets "Weberschlag" zuständige Forstbetrieb Schnaittenbach plant ab Ende Januar Holzerntemaßnahmen, um den Wald fit für den Klimawandel zu machen. Während der Holzernte werden die Wanderwege (unter anderem entlang des Röthenbächels) und Forststraßen zur eigenen Sicherheit für den Besucherverkehr gesperrt, heißt es dazu einer Pressemitteilung.

Doch der Einschlag hat auch etwas Gutes: „Schon unsere Vorfahren wussten, dass das alte Holz genutzt werden muss, um dem jungen Holz das Wachstum zu ermöglichen“, erklärt der für das Revier zuständige Förster Robert Werner. Durch die gezielte Pflege der jungen Bäume könne sich der Wald verjüngen und die nächste Baumgeneration heranwachsen. Dies sei ein ständiger Kreislauf, aus Holznutzung und Förderung des Jungwuchses – der Wald bliebe dabei immer erhalten.

Natürlich sei das Gesicht des Waldes nach dem Einsatz erstmal nicht mehr das Gleiche, sagt der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller. Aber Förster müssten, gerade im Hinblick auf den menschengemachten Klimawandel, in Generationen denken und den Wald als solches zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Bei der anstehenden Maßnahme werden durch gezielte Entnahme von Einzelbäumen Lichtschächte für den aufkommenden Jungwuchs, in Form von klimatoleranterem Laubholz, geschaffen und besonders vitale Einzelbäume gefördert werden.

Dass die Holzernte notwendig sei, zeigten die Entwicklungen der rasanten Klimaerwärmung der letzten Jahre. Neben Stürmen, Borkenkäfer und drei Trockensommern hintereinander kämen anspruchslose Baumarten wie die Kiefer in Bedrängnis. Daher wurden und werden geschädigte oder abgestorbenen Bäume ebenfalls entnommen, etwa südlich des Bahnhofs Weiherhammer, um die Verkehrssicherung entlang der zahlreichen Wanderpfade und Straßen zu gewährleisten,

Die Waldbesucher werden gebeten, die Absperrungen zu beachten.

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