08.10.2020 - 15:07 Uhr
WeiherhammerOberpfalz

Gemeinde geht bei Veranstaltungen kein Risiko ein

Der Gemeinderat Weiherhammer hat jede Menge Punkte zu besprechen. Unter anderem geht es auch um Veranstaltungen in Zeiten von Corona. Wird es also eine Kaltenbrunner Marktweihnacht geben?

Einige Zuschauer verfolgen interessiert die Gemeinderatssitzung in Weiherhammer.
von Redaktion ONETZProfil

Das öffentliche Leben wird durch die Pandemie weiterhin Einschränkungen unterworfen sein. Bürgermeister Ludwig Biller berichtet in der Sitzung von der Empfehlung aus der Bürgermeisterdienstversammlung, seitens der Gemeinde keine Risiken bei der Abhaltung von öffentlichen Veranstaltungen einzugehen. Er selbst möchte möglichst auf Geburtstags- oder Festbesuche bei Gemeindemitgliedern verzichten. Die Feierlichkeiten am Volkstrauertag werden sich nach seinem Wunsch auf eine Kranzniederlegung im kleinen Kreis beschränken. Zur Kirchweih in Weiherhammer seien keine Veranstaltungen seitens der Kirwaleit geplant. Es werden auf dem Festplatz lediglich ein Kinderkarussell und ein Stand für Süßigkeiten zu finden sein. Wolfgang Krauß unterrichtet das Gremium, dass es an den kirchlichen Feiertagen keine Andachten in der bisherigen Form auf den Friedhöfen gibt.

Was aus der Marktweihnacht in Kaltenbrunn werden soll, möchte dritte Bürgermeister Thomas Schönberger wissen. „Sollen wir uns das als verantwortliche Gemeinde wirklich antun?“ fragte der Bürgermeister nach. Bei dieser in den letzten Jahren sehr gut besuchten Veranstaltung sei es unmöglich, die Abstände und Hygienevorschriften einzuhalten, mahnte Julian Kraus an.

Trotz des neuen Ratsinformationssystem erfolgen die Ladungen zur Gemeinderatssitzung weiterhin schriftlich und zusätzlich in digitaler Form, erfahren die Gemeinderäte. Sie treffen sich weiterhin dienstags zur Sitzung.

Die TSG Weiherhammer hat ihr Sportgelände mit Reparaturen am Sportheimdach und am Aggregat für die Bewässerungsanlage aufgewertet. Zu den Kosten hierfür in Höhe von 957 Euro erhalten die Sportler einen Zuschuss von der Gemeinde von 100 Euro. Bürgermeister Biller stellte dabei allen Vereinen Unterstützung in Aussicht, um die coronabedingte Einnahmenverluste durch das Fehlen der Eintrittsgelder oder anderer Einkünfte abzufedern, nicht ohne dabei den Haushalt im Blick zu behalten. Rainer Vater (SPD) bat, hierbei auf die finalen Bedürfnisse der Vereine zu reagieren.

In Kaltenbrunn wurde das in die Jahre gekommene Friedhofstor erneuert. Die Kosten von 1880 Euro werden auf Antrag des Evangelischen Pfarramts Kaltenbrunn als derzeitiger Verantwortlicher für den Simultanfriedhof Kaltenbrunn mit 50 Prozent bezuschusst.

Im Baugebiet Bildbaum 8 wurde die Bodenerkundung vergeben. Der Auftrag für die Arbeiten geht an die Firma Ruppert & Peter, die demnächst ihre Tätigkeiten aufnehmen wird.

Die Deutsche Telekom hat mit der Verlegung der Glasfaserleitungen in der Hauptstraße eine weitere Baustelle im Gemeindegebiet aufgemacht. Die nachträgliche Einbringung von Leerrohren erfordert ein erneutes Öffnen der Gehsteige. Die Straßenbauarbeiten in Barbarastraße und Sägstraße gehen gut voran, die Fertigstellung in diesem Bereich ist für Ende Oktober geplant.

Bei der Dorferneuerung in Kaltenbrunn ist die Angebotseröffnung für den 21. Oktober geplant, danach kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Julian Kraus wirbt für eine frühere Bekanntgabe in den öffentlichen Medien von anstehenden Bauarbeiten, um mehr Verständnis dafür zu erreichen. In der Ortsdurchfahrt Trippach sollen durch vermehrte Geschwindigkeitskontrollen zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmern ihre Grenzen aufgezeigt werden.

In der Eichenstraße auf dem alten Norma-Parkplatz beschweren sich Anwohner laut Rainer Vater über vermehrten Verkehrslärm. Die Bewegung größerer Fahrzeuge verursacht in den frühen Morgenstunden oder teilweise nachts eine nicht unerhebliche Ruhestörung. Diese empfinden das Zuparken des öffentlichen Parkplatzes der Gemeinde durch Lastwagen und andere Verkehrsmittel als große Beeinträchtigung.

Andreas Solter erinnerte an den "Brandner Lehrwanderweg" mit Hinweistafeln zu verschiedenen historischen Ereignissen. Ein Aufhübschen oder Erneuern dieser Tafeln in Zusammenarbeit mit Heimatpfleger Lothar Kraus würde die Attraktivität dieser schönen Wanderstrecke um den Hüttenwerksweiher steigern.

Der sogenannte "Totenweg", der früher von den Dürnaster Bürgern benutzt wurde, um die Verstorbenen erst am Tage der Beerdigung zum Friedhof nach Kaltenbrunn zu bringen, hat nach Meinung von Wolfgang Krauß eine Aufwertung verdient. Mit einer Befestigung und der Errichtung von Infotafeln sollte man der Bevölkerung die interkommunale Bedeutung dieser Wegstrecke wieder ins Bewusstsein rufen.

Vor schon längerer Zeit wurde die Errichtung eines Radweges von Kaltenbrunn nach Dürnast ins Gespräch gebracht. Daniel Schweiger erkundigte sich nach dem derzeitigen Sachstand der Planungen. Laut Biller war die Umsetzung des Vorhabens bereits weit gediehen, jedoch sind die Verhandlungen, die mit den Grundstückseigentümern bezüglich der Abtretung der benötigten Grundstücksflächen geführt wurden, ins Leere verlaufen.

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