06.07.2021 - 13:25 Uhr
WeigendorfOberpfalz

Photovoltaikanlage für Feuerwehrhaus in Weigendorf: Gemeinde holt Angebote ein

Vorteile und Nutzen einer Photovoltaikanlage hat Energiebeauftragter Peter Maul bei der Gemeinderatssitzung in Weigendorf erläutert. Eine derartige Anlage könnte auf dem Dach des örtlichen Feuerwehrhauses realisiert werden.

Eine Photovoltaikanlage auf einem Hausdach: In Weigendorf wären auf den drei Gebäudeteilen der Feuerwehr und des Bauhofs bis zu 90 Module möglich.
von Redaktion ONETZProfil

Wie Energiebeauftragter Peter Maul bei der Gemeinderatssitzung in Weigendorf informierte, können auf den drei Gebäudeteilen der Feuerwehr und des Bauhofs bis zu 90 Module angebracht werden. Diese würden eine Maximalleistung von 28 000 bis 29 000 KW/h erzeugen. Der durchschnittliche Jahresverbrauch des Feuerwehrhauses belaufe sich bisher auf circa 6500 KW/h – das entspricht laut Maul ungefähr dem Verbrauch einer sechs- bis siebenköpfigen Familie. Durch den Verkauf von mehr erzeugtem Strom und 80 Prozent Eigenverbrauch hätte sich die Investition in eine Photovoltaikanlage in circa zehn bis zwölf Jahren ausbezahlt, erfuhren die Gemeinderäte. Bürgermeister Reiner Pickel erklärte, dass nun Angebote für dieses Vorhaben eingeholt werden sollen.

Gefahr auf dem Schulweg

Zu Beginn der Sitzung hatten sich einige Bürger zu Wort gemeldet. So wurde der "unsichere Weg für die Schulkinder aus dem Siedlungsbereich in Högen zur Bushaltestelle" bemängelt. Die Kinder müssten die Straße an einer Stelle überqueren, die sehr unübersichtlich sei, sowohl für Kinder als auch für Autofahrer. Zu brenzlichen Situationen sei es bereits gekommen. Der Gemeinderat diskutierte mögliche Maßnahmen, um die Gefahr zu bannen. Bürgermeister Pickel kündigte an, bei der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei zu klären, ob Schilder oder ein Fußgängerüberweg machbar seien.

Ein Waldbesitzer bat die Kommune um Hilfe: Die Wälder in der Gemeinde, meist in Privatbesitz, würden bei Mountainbikern immer beliebter. Diese würde sich, so der Bürger, allerdings nicht an die offiziellen Wege halten, sondern querfeldein fahren. Deshalb könne es zu gefährlichen Situationen, beispielsweise bei der Waldarbeit, kommen. Rechtlich gesehen könne die Gemeinde nicht eingreifen, erklärte Pickel. Er verwies darauf, dass die Radfahrer meist nicht aus der Gegend seien und sich "neue Strecken" in Online-Foren schnell verbreiteten. Unterbinden können man das nicht, sagte der Bürgermeister, appellierte allerdings an Biker und Waldbesitzer, das Gespräch zu suchen und aktiv auf das Problem aufmerksam zu machen.

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Gebührenkalkulation für den gemeindlichen Friedhof in Högen und die Leichenhalle in Ernhüll. Kämmerer Christian Link plädierte für eine "kostendeckende Erhöhung der Gebühren", auch im Hinblick auf das Haushaltskonsolidierungskonzept. Die kalkulierten Beträge erschienen den Gemeinderäten jedoch zu hoch. Sie orientierten sich vielmehr an die Grabnutzungsgebühren der Kirche und der umliegenden Gemeinden. Festgelegt wurden folgende Preise für eine Ruhefrist von 15 Jahren: 290 Euro für ein Reihengrab, 510 Euro für ein Familiengrab und 175 Euro für ein Urnengrab. Für die Nutzung der Leichenhalle in Ernhüll werden 60 Euro verlangt. Die Satzung wurde entsprechend geändert.

Pro Partei drei Wahlplakate

Der Gemeinderat legte außerdem die bei der letzten Sitzung angesprochene Anzahl der Plakate zur Bundestagswahl im September fest. Pro Partei sollen im Gemeindegebiet maximal drei Plakate angebracht werden. So werde allen Parteien eine gleichwertige Präsentation ermöglicht, hieß es zur Begründung. Im Schulverband war die Anschaffung von Raumlüftern beschlossen worden. Diese sollen, so hieß es bei der Gemeinderatsitzung, künftig auch bei Grippewellen und in der Pollensaison genutzt werden. Benötigt würden insgesamt 13 Lüfter plus Filter. Die Kosten dafür: circa 30000 Euro an, wovon 50 Prozent der Staat fördert. Der Haushalt der Gemeinde sei nicht betroffen, da die Rücklagen des Schulverbands wohl ausreichen würden, erfuhren die Gemeinderäte. Einstimmig genehmigt wurden eine Bauvoranfrage (Erweiterung einer Maschinenhalle in Högen) und zwei Bauanträge in Weigendorf (Umbau eines Einfamilienhauses am Hohenschlag; Ausbau eines Dachgeschosses am Postweg). Bürgermeister Pickel informierte außerdem, dass ab jetzt das Gemeindehaus wieder regulär (donnerstags von 16 bis 18.30 Uhr für die Bürger geöffnet ist.

Um Hybridsitzungen ging es in der Mai-Sitzung des Gemeinderats Weigendorf

Weigendorf
Hintergrund:

Neue Grabgebühren

  • Auf dem Friedhof in Högen sind bei einer Ruhefrist von 15 Jahren 290 Euro für ein Reihengrab zu zahlen, 510 Euro für ein Familiengrab und 175 Euro für ein Urnengrab.
  • Für die Nutzung der Leichenhalle in Ernhüll wird eine Gebühr von 60 Euro erhoben.

 

 

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