05.05.2020 - 14:05 Uhr
WeidingOberpfalz

Vier Gemeinderäte verabschiedet

Zu seiner Zusammenkunft wählte der Gemeinderat einen anderen Sitzungsort. Schulsanierung und Informationen standen mit auf der Tagesordnung. Vier Räte waren letztmalig dabei.

von Ludwig HöcherlProfil

Nicht an einem Tisch im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses saßen diesmal Bürgermeister Manfred Dirscherl und die Gemeinderäte bei ihrer Sitzung. Als Ort wurde zum Finale der Wahlperiode 2014-2020 der Saal des Jugendheims gewählt. Hier war für ausreichend Abstand untereinander gesorgt. Schutz für Mund und Nase hatte das Gemeindeoberhaupt ebenfalls vorbereitet.

Die energetische Sanierung des ehemaligen Schulhauses stand als erster Punkt auf der Tagesordnung. Wie Bürgermeister Manfred Dirscherl informierte, verzögert sich der in der 19. Kalenderwoche vorgesehene Beginn der Maßnahme mit dem Aufbau des Gerüsts und der Entfernung der Fenster um zwei Wochen. Nach nochmaliger Einsicht in die Planungen gibt es nun Änderungen bei den Abbruch von Zwischenwänden. Diese erläuterte Dirscherl dem Gremium.

Das alte Mobiliar ausräumen soll hier der Bauhof. Wegen des Umfangs ist angedacht, dass Angehörige der Feuerwehr oder die Nutzer der Räume als „externe Unterstützung“ zur Seite springen. „Eine Lösung ergibt sich bestimmt“, ist sich Manfred Dirscherl sicher.

„Die Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte haben wir uns alle anders vorgestellt, nämlich bei einem gemeinsamen Essen und in unterhaltsamer Runde“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die aktuelle Situation. Stattdessen übergab er, wenn auch ohne Händedruck, an Hubert Bronold (12 Jahre), Marcus Ebenhöch (6 Jahre Gemeinderat), Alfons Horn (12 Jahre) und Michaela Rettinger (6 Jahre), jeweils eine Urkunde und ein Präsent.

Bei den Informationen gab der Bürgermeister bekannt, dass das Thema „streunende Tiere im Friedhof“ für manche anscheinend ein Dauerbrenner sei. Höhepunkt sei nun, dass er beziehungsweise die Gemeinde deswegen eine Anzeige erhalten habe. „Wer kann was dafür, wenn die Tiere nicht lesen können“ meinte er augenzwinkernd mit Verweis auf entsprechende Hinweistafeln beim Gottesacker. Er werde jedenfalls bezüglich der Anzeige kein großes Aufsehen machen. In Absprache mit dem Landratsamt sei eine Wildkamera aufgestellt, ferner laufe eine Antrag zur „Entnahme von freilaufenden Tieren“.

Weitere Informationen gab es zur Kläranlage. Wegen eines Systemausfalls werde es eine technische Nachrüstung für eine rechtzeitige Alarmierung bei solchen Problemen geben. Außerdem wird der Abfluss des Wassers aus dem Rückhaltebecken, der noch nicht wie erforderlich funktioniert, nach Starkregen ständig kontrolliert.

Aus einer Infoveranstaltung zur zentralen Klärschlammentsorgung berichtete Manfred Dirscherl, dass diese noch nicht wie gewünscht laufe. Bei dieser Anlage gebe es noch einige Schwierigkeiten im Zusammenspiel der Technik. Weitere Information gab das Gemeindeoberhaupt von der Versammlung der „ILE Brückenland Bayern-Böhmen“. Ab 1. Juli wird zur Betreuung der zwölf Kommunen ein Regionalmanager angestellt. Für alle dieser Dachorganisation angehörenden Gemeinden, Vereine und Mitglieder, bestehen Fördermöglichkeiten von zusammen 100 000 Euro für bestimmte Kleinprojekte, deren Höhe wiederum jeweils auf maximal 20 000 Euro begrenzt sind. Davon habe die Gemeinde einen Eigenanteil von zehn Prozent zu leisten. Für Weiding ist aktuell der Bau einer behindertengerechten Toilette beim Sportheim angemeldet.

Im Blickpunkt:

Erinnerungsbild später

Auf ein gemeinsames Foto verzichteten Bürgermeister Manfred Dirscherl und die ausscheidenden Gemeinderäte. "Bei einem späteren Termin mit gemütlichen Beisammensein werden wir das nachholen", waren sich alle einig.

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