13.11.2020 - 17:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Zentrales Internetportal der Stadt Weiden hilft Eltern bei Suche nach Betreuungsplatz

Dieser Nachtdienst muss sein. Beate Hoge fiebert ihm gar entgegen: In der Nacht zum 15. November schaltet sie um 0 Uhr das zentrale Internet-Portal der Stadt Weiden frei. Dort melden ab sofort Eltern ihren Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen.

Der Weg zu den Kinderbetreuungseinrichtung (hier das städtische Kinderhaus Tohuwabohu) wird für die Eltern durch die künftig zentral Anmeldung der Kinder einfacher.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Zeiten, in denen Eltern versuchen, sich durch Vielfach-Meldungen ihres Kindes bei den verschiedenen Kindergärten, Kitas oder Horte einen Platz zu sichern, sind ab Sonntag vorbei. Die bisher entstehenden, ellenlangen, künstlich aufgeblasenen Wartelisten werden auf den tatsächlichen Bedarf zusammengestrichen. Die Anmeldung erfolgt erstmals zentral über die Homepage der Stadt Weiden.

Meilenstein der Digitalisierung

Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier spricht bei der Präsentation des neuen Angebotes von einem Meilenstein. Und den setzen Michael Trummer (Leiter des Amts für soziale Dienste), Leila Smekal (Fachberaterin für Kindertagesbetreuung) sowie Jugendhilfeplanerin Beate Hoge. Dieser Meilenstein, so Hohlmeier, gelte nicht nur für die künftig zentrale Anmeldung, sondern auch für die Modernisierung der Verwaltungslandschaft der Stadt Weiden. "Das ist für uns ein großer Schritt in Richtung zur Digitalisierung unseres Angebots für die Bürger."

Damit alle Eltern erreicht werden, beschreibt dieses Schema, wie die Anmeldung per Internet-Portal der Stadt abläuft..

Das zentrale Kitabedarfsanmeldeportal berge Vorteile für alle Beteiligten: Die Eltern können flexibel von zu Hause ihren Bedarf anmelden, Kindertagesstätten haben kurze Kommunikationswege. Und die Stadt erhält einen besseren Überblick über den tatsächlichen Bedarf. "Wir können aufgrund eindeutiger Zahlen besser planen", betont Trummer, der die Anmeldung via Internet einen "Quantensprung" nennt. Die Transparenz würde deutlich erhöht: Mehrfachmeldungen für Kinder, die bisher "händisch" festgestellt und eliminiert werden mussten, würden nun blockiert. Zugleich würde versucht, jeweils die Wünsche der Eltern zu erfüllen. Diese würden aber auch in die Pflicht genommen und zur aktiven Mitwirkung aufgefordert.

Fünf Kitas zur Wahl

Die künftigen Abläufe bei der Anmeldung bei Krippe, Kita, Kiga und Hort erläutern leila Smekal und Beate Hoge. Wie bisher informieren sich Eltern sich im Vorfeld über die Weidener Kindertagesstätten oder Horte. Dies ist online oder direkt in der Einrichtung möglich, zum Beispiel am Tag der offenen Tür oder nach Terminvereinbarung. Anschließend melden Eltern ihren Bedarf einer Kinderbetreuung im Bürgerserviceportal über den Link https://www.weiden.de/familie/eltern-und-kinder/kinderbetreuung an. Dabei können sie bis zu fünf favorisierten Einrichtungen auswählen, in welchen das Kind künftig ab dem Kindergartenjahr 2021/2022 betreut werden soll.

Stressfrei für Eltern

"Dieses Onlineverfahren ist nicht nur stressfreier für die Eltern, da die Anmeldung nicht mehr an die Öffnungszeiten der Einrichtungen gekoppelt ist, sondern spart zudem auch Ressourcen", erklärt Smekal. Anmeldebestätigungen und Benachrichtigungen bekommen die Eltern ab diesem Zeitpunkt in ein elektronisches Postfach, welches sie auch mobil vom Handy aus benutzen können. "Nach der Bedarfsanmeldung prüfen die Kitas, ob eine Aufnahme möglich ist", erläutert Beate Hoge. Die Platzzusagen kommt wie gewohnt je nach Einrichtungsart ab Ende Februar bis Mai (Krippe, Kindergarten oder Kinderhort). Eine unterjährige Aufnahme ist weiterhin auch möglich.

Die Unterzeichnung des Betreuungsvertrages findet selbstverständlich persönlich in der Betreuungseinrichtung statt und somit können auch nochmal vor Ort Besonderheiten des Kindes oder Ähnliches besprochen werden.

Im Internetportal der Stadt (www.weiden.de) ist übrigens auch ein Erklär-Video online gestellt. Als Sprecherin fungiert dabei Isabel Hoge, die zehnjährige Tochter von Beate Hoge. Auch das zeigt, mit wie viel Herzblut die Fachstelle für Kindertagesbetreuung ihr jüngste Projekt angegangen ist.

Hintergrund:

Kurzer Weg zum Anmeldeportal

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