18.11.2019 - 16:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Weiße Engel" gibt es auch in Weiden

Hedwig Fröhlich aus Weiden und die Grafenwöhrerin Hildegard Haupt engagieren sich beide seit Jahren im ambulanten Hospizdienst. Jetzt zeichnete Gesundheitsministerin Melanie Huml die "Weißen Engel" für ihren ehrenamtlichen Einsatz aus.

Gesundheitsministerin Melanie Huml zeichnet Hedwig Fröhlich aus Weiden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Hospizhelferin aus.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Sie begleiten Sterbeskranke auf ihrem letzten Weg, stützen Angehörige Verstorbener in ihrer Trauer oder engagieren sich anderweitig im Pflege- und Gesundheitsbereich. Für ihre Arbeit wurde zehn Oberpfälzern jetzt der "Weiße Engel" durch Gesundheitsministerin Melanie Huml verliehen. Aus Weiden darf sich Hedwig Fröhlich über die Auszeichnung freuen, ebenso wie Hildegard Haupt aus Grafenwöhr.

Hedwig Fröhlich ist seit 2011 als Hospizhelferin beim Ambulanzen Hospizdienst Weiden-Neustadt/WN des Malteser Hilfsdienstes tätig. Mit sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen betreue sie schwerstkranke und sterbende Menschen und trage dazu bei, dass diesen Menschen so lange wie möglich Lebensqualität und Selbstbestimmung erhalten blieben. 2015 hat sie sich zur Trauerbegleiterin weiterqualifiziert. Seit 2017 leitet sie das "offene Trauercafé".

Um trauernde Angehörige besser unterstützen zu können, führte Fröhlich außerdem Gesprächsrunden ein . Seit 2018 stellt die Kirchengemeinde St. Markus dafür einen eigenen Raum bereit. Neben der emotional anspruchsvollen Arbeit im Hospizdienst und in der eigenen Familie, findet die Weidenerin noch Zeit, sich seit über 20 Jahren in St. Markus ehrenamtlich zu engagieren.

Dass jeder Mensch so sterben darf, wie er es sich wünscht, das motiviert Hildegard Haupt seit 2004 in ihrer Arbeit für den Ambulanten Hospizdienst Weiden-Neustadt/WN. Es sei ihr eine Herzensangelegenheit, heißt es in der Laudatio. Seit über 15 Jahren begleitet sie bis zu 30 Schwerstkranke in der letzten Lebensphase und deren trauernden Angehörigen. In manchen Jahren seien es auch schon 50 bis 60 Fälle gewesen. Haupt zeichne sich durch eine besonders offene und ausgeglichene Art aus.

Ehrenamtlich koordiniert sie außerdem die Hospizbegleitungen. An Schulen hält die Vorträge und seit 2008 bietet sie in Grafenwöhr Beratungen zum Thema Vorsorgevollmacht an.

Die Feierstunde mit Ministerin Huml fand im Landesamt für Pflege in Amberg statt.

Auch Hildegard Haupt aus Grafenwöhr ist seit Jahren im Hospizdienst tätig und wird von Gesundheitsministerin Melanie Huml geehrt.

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