27.07.2021 - 12:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Schülerin steht mit Freund vor Gericht: Sind sie Drogen-Dealer?

Vor allem nahe der Herz-Jesu-Kirche in Weiden soll das Pärchen immer wieder Drogen verkauft haben. Nun drohen der Schülerin aus Weiden und ihrem 27 Jahre alten Freund Gefängnisstrafen.

Bis zu 900 Gramm Marihuana auf einmal soll ein Pärchen nach Deutschland eingeführt und unter anderem in Weiden verkauft haben.
von Autor hczProfil

42 Anklagepunkte führte Staatsanwalt Richard Caja am Montag in der Verhandlung am Landgericht Weiden gegen ein hiesiges Pärchen auf. Die Beiden, ein 27- Jähriger und seine 23-jährige Freundin, hatten im vergangenen Jahr immer wieder Rauschgift über die Grenzübergänge Waidhaus und Waldmünchen nach Deutschland eingeführt, selbst konsumiert und unter anderem nahe der Herz-Jesu-Kirche verkauft – bis sie in Waldmünchen geschnappt wurden.

Meist hatte es sich um größere Mengen Marihuana – bis zu 900 Gramm auf einmal – gehandelt, gelegentlich auch um Kokain, Ecstasy und Crystal. Zweimal hatte der 27-Jährige auch seinen Bruder in Hamburg mit der Lieferung synthetischer Drogen beauftragt. Das Rauschgift wurde im Raum Weiden in der Nähe der Herz-Jesu-Kirche oder in der Wohnung der Angeklagten oder in Waldmünchen verkauft.

Durch ein Rechtsgespräch der Verteidiger Matthias Haberl, Andreas Achatz und Thomas Bäumler mit Staatsanwalt Caja sowie Landgerichtspräsident Gerhard Heindl, Richterin Vera Höcht und den zwei Schöffen wurde die Verhandlung erheblich „verschlankt“. Kleinere Delikte, wie etwa der Handel mit ein oder zwei Gramm oder das Fahren des Angeklagten ohne Führerschein, wurden vorläufig fallen gelassen. Dadurch verkürzt sich der auf vier Tage angesetzte Prozess auf voraussichtlich zwei Tage. Außerdem einigte man sich auf ein Urteil, das im Falle vollständiger Geständnisse bereits an diesem Mittwoch, 28. Juli, gesprochen wird.

Der angeklagte Mann soll etwa sechs Jahre bekommen und, da ihn Landgerichtsarzt Dr. Bruno Rieder als schwer suchtkrank bezeichnete, für zwei Jahre in eine Drogentherapie kommen. Die Frau, von Dr. Johannes Schwerdtner (Bezirksklinikum Mainkofen) untersucht und begutachtet, soll etwa eineinhalb Jahre ins Gefängnis, die Vollstreckung jedoch zurückgestellt werden, bis die 23-Jährige eine ambulante Therapie gemacht hat. Sollte diese erfolgreich verlaufen, könnte diese Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden.

Am ersten Verhandlungstag wurden zahlreiche Abnehmer der Angeklagten sowie am Aufgriff und den Untersuchungen beteiligte Polizeibeamte als Zeugen gehört. Der Mann und die Weidener Schülerin waren bisher nicht vorbestraft.

so helfen Ehrenamtliche der Region im Hochwassergebiet

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.