13.05.2020 - 16:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Autokino um eine Woche verschoben

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Für das Autokino auf dem Festplatz wären alle Auflagen erfüllt. Dennoch müssen die Betreiber den Start auf frühestens 23. Mai verschieben: Noch gibt es keine Einigung mit der Stadt wegen des Mietpreises.

Noch herrscht gähnende Leere, wo einmal eine riesige Leinwand stehen soll. Autokino-Betreiber und Stadt verhandeln wegen der Miete.
von Helmut KunzProfil

Die Vorfreude auf das Weidener Autokino ist riesig. Hundertfach wurde der entsprechende Beitrag auf Facebook kommentiert, der Daumen hochgestreckt. Jetzt gilt es, Daumen zu drücken. „Wir haben alle Auflagen erfüllt“, erklärte Eventplaner Andreas Dippl am Mittwoch gegenüber dem NT. Bei den letzten offenen Fragen habe man nachjustiert. Nun liege der Ball bei der Stadt Weiden. Eines stehe allerdings schon fest: „Der geplante Auftakttermin 17. Mai ist nicht mehr haltbar.“

„Die Stadt hat heute von uns noch einmal einen aktuellen Plan vom Platz bekommen mit ein paar Änderungen darin.“ Sämtliche Vorgaben würden seitens der „Weidener Autokino UG“ erfüllt. „Wir haben laut Auskunft der Verwaltung das finale ,Go‘ bekommen. Einem Start steht eigentlich nichts mehr im Weg.“

Allerdings gebe es noch eine Hürde. Eine städtische Abteilung stelle sich quer. „Es geht schlichtweg um die Platzmiete.“ Dippl: „Wir sind davon ausgegangen, dass uns die Stadt finanziell entgegenkommt." Schließlich wollte man ein gemeinsames Zeichen setzen. Viele Menschen wünschten sich wieder ein Stück Normalität zurück.

Natürlich würde man die Stadt für anfallenden Unkosten entschädigen. Aber was sich die Stadt Weiden derzeit an Platzmiete vorstelle, sei nicht zu erwirtschaften – nicht in diesen Zeiten. Deshalb sitze man noch am Verhandlungstisch. Logistik, Technik, Sicherheit, Vorführlizenzen: „Wir können keine horrenden Summen zahlen, denn unsere Kosten sind beim Autokino erst ab einer Auslastung von 80 Prozent gedeckt. Kommen weniger Autos, zahlen wir drauf.“ Und: „Dann machen wir es halt nicht.“

Die komplette Vorbereitung habe sich schon als äußerst schwierig erwiesen. „Wir wollen mit dem Autokino nicht reich werden, aber wir wollen ein vernünftiges Geschäft betreiben.“ Das könne nur dann gelingen, wenn die Stadt Weiden das Projekt mietseitig unterstütze. "Wir sind bereit, einen Betrag zu bezahlen. Aber die Summen, die hier im Raum stehen, sind nicht darstellbar in unserer Kalkulation."

Man sei am Verhandeln und hoffe auf eine beidseitige Lösung. Schließlich habe man in der Vergangenheit schon oft bei Events erfolgreich und harmonisch mit der Stadt zusammengearbeitet und wolle dies auch in Zukunft tun. Sollten die Verhandlungen von Erfolg gekrönt sein, werde der erste Film aus logistischen Gründen frühestens am 23. Mai über die LED-Wand auf dem Festplatz flimmern.

Andreas Dippl (Eventplaner), Michael Körprich (TCLG Eventtechnik) Evelyn Nadler und Lisa Nadler (Neue Welt Kinocenter) wollen die Weidener mit einem Autokino erfreuen.

Zum ersten Bericht über das Projekt in Weiden

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