07.07.2019 - 11:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden: Crash mit Notarzt knapp verhindert

Der Fahrer des Notarztfahrzeuges stieg voll auf die Bremse. Nur so konnte er den Zusammenstoß mit dem Pkw eines 34-Jährigen verhindern. Der fuhr weiter: Betrunken und über rote Ampeln.

Symbolbild
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Nicht die einzige Verfehlung wegen der sich der Weidener demnächst verantworten müssen wird. Der 34-Jährige hat sich laut Polizeibericht in der Nacht zum Samstag eine Reihe von Anzeigen eingehandelt. Er saß mit mehr als drei Promille hinterm Steuer und legte sich mit Polizeibeamten an.

Gegen 23 Uhr fiel der 34-Jährige einem 26-jährigen Weidener wegen seiner unsicheren Fahrweise auf und weil er mehrfach rote Ampeln missachtete. Auch am Adolf-Kolping-Platz fuhr er bei Rot einfach in die Kreuzung ein. Genau in dem Moment als ein Notarztfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Einsatz unterwegs war und die Kreuzung bei Grün überqueren wollte. Nur dank eine Vollbremsung konnte der Fahrer des Notarztwagens nach Angaben der Polizei eine Kollision verhindern.

Der 34-Jährige fuhr ungerührt weiter in die Dr.-Seeling-Straße und dort in einen Schnellrestaurant. Der 26-Jährige hatte die Verfolgung aufgenommen und brachte die Polizeibeamten auf die richtige Spur. Die führten bei dem 34-Jährigen, der inzwischen mit seinem Wagen in der Drive-In-Spur stand, einen Alkoholtest durch. Das Ergebnis: mehr als drei Promille. Also untersagten die Beamten die Weiterfahrt.

Sie boten dem jungen Mann auch an, das ein Beamter seinen Wagen zur Seite fährt, damit die nachfolgenden Autos nicht behindert würden. Doch davon wollte der 34-Jährige nichts wissen. Im Gegenteil: Er wurde immer aggressiver und unkooperativer. Da er beim Transport zum Polizeiauto lauthals schrie und die Polizisten beleidigte, legten sie ihm Fesseln an.

Als er nach der Blutentnahme entlassen werden sollte, deutete er an, er wolle sich von einem Zug überfahren lassen. Wegen Suizidgefahr wurde der 34-Jährige deshalb ins Bezirkskrankenhaus Wöllershof eingeliefert.

Sein Auto musste durch ein Abschleppfahrzeug aus der Drive-In-Spur entfernt werden. Den Weidener erwarten nun Anzeigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen Beleidigung. Der Besitzer des Schnellrestaurants kündigte außerdem zivilrechtliche Schritte an, weil der Pkw den Verkauf behinderte und er so einen Verdienstausfall erlitten habe.

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