19.10.2020 - 18:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt Weiden und Kreis Neustadt: Wegen Corona hagelt es Absagen

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Angesichts der steigenden Coronazahlen in der jüngsten Vergangenheit bleiben die Verantwortlichen in Stadt und Land nicht untätig. Veranstaltungen werden abgesagt und die Schulen planen wieder einmal um.

Die Maskenpflicht in der Weidener Fußgängerzone gilt nun schon seit mehreren Tagen. Die in der jüngsten Zeit gestiegenen Coronazahlen in Stadt und Land ziehen aber jetzt noch weitere Folgen nach sich.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 100,6 liegt die Max-Reger-Stadt am Montag an vierter Stelle in Bayern. Im Landkreis Neustadt/WN sieht es mit 56,11 zwar um einiges besser aus, trotzdem gilt er weiterhin als Risikogebiet. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen in Stadt und Land wird abgesagt, darunter auch der Kathreinmarkt in Weiden. Landrat Andreas Meier wendet sich außerdem mit folgendem Appell an die Bevölkerung: "Bitte halten Sie sich an die geltenden Regeln und reduzieren Sie die sozialen Kontakte soweit wie möglich. Im Zweifelsfall ist momentan weniger mehr!"

  • Folgende Vorsichtsmaßnahmen hat die Stadt beschlossen: Das für Sonntag, 25. Oktober, geplante Konzert des Symphonieorchesters der Franz-Grothe-Schule wird abgesagt. "Die Dezernenten und die Schulleitung haben das angesichts der aktuellen Umstände gemeinsam entschieden", betont Roswitha Ruidisch, Leiterin der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Statistik. Wer bereits Karten im Vorverkauf erworben hat, kann sich das Geld in der Schulverwaltung zurückerstatten lassen.
  • Dass der Michaelimarkt nicht stattfinden wird, haben die Verantwortlichen bereits seit längerem entschieden (wir berichteten). Seit Montag steht fest, dass die Bürger aus Stadt und Land auch nicht über den Kathreinmarkt bummeln können, der normalerweise traditionell im November stattfindet. Diese Entscheidung wurde laut Ruidisch von der Stadt in Absprache mit den Einzelhändlern getroffen.
  • Was die bisher von der Stadt vorgeschriebenen Hygieneregeln betrifft, dürften sich in absehbarer Zeit auch noch einige kleine Änderungen ergeben, kündigte die Pressesprecherin an. Die neu überarbeitete 7. Hygieneschutzverordnung sei am Montag in Kraft getreten. Die bisher von der Stadt erlassenen Vorschriften müssten darauf noch abgestimmt werden.
  • Auch der Landkreis Neustadt/WN, der seit kurzem als Risikogebiet eingestuft ist, hat umgehend einige Veranstaltungen in der Neustädter Stadthalle gecancelt. Betroffen davon sind die Versammlung des Regionalen Planungsverbands, die für 21. Oktober geplant war, die HyStarter-Informationsveranstaltung (22. 10.), die Verleihung der Ehrenzeichen für langjährige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der Landkreis Mitte (23. 10.) und die gleiche für den Landkreis Osten geplante Veranstaltung für Feuerwehrleute am 26. Oktober.
Weiden in der Oberpfalz
  • Die Altenstädter Grundschul-Turnhalle ist ab sofort für alle Vereine und Veranstaltungen gesperrt. Anlass sind nach Angaben von Bürgermeister Ernst Schicketanz die verschärften Hygienevorschriften für Schulklassen. Um die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten, müsse die erste Klasse geteilt werden. Eine Hälfte der Schüler werde nun im Klassenzimmer unterrichtet, die andere Hälfte in der Turnhalle. Bisher sei die Maßnahme bis 8. November vorgesehen.
  • Was die Situation an den übrigen Grund- und Mittelschulen im Landkreis betrifft, stehen nach Angaben von Schulamtsdirektorin Christine Söllner noch einige Entscheidungen aus. Die Grund- und Mittelschulen in der Stadt Weiden hätten sich dagegen nach intensiver Absprache für einen tageweise wechselnden Schulbetrieb entschieden, falls sie den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern einer Klasse nicht einhalten können. Das sei unter anderem deshalb pädagogisch sinnvoller als ein Wechsel im Wochenrhythmus, weil Kinder im Grundschulalter eine engmaschige Betreuung benötigten und deshalb mit einem tageweisen Wechsel besser zurechtkommen dürften. Nach der jetzt gültigen Stufe 3 der Hygienekonzepts sind die Schüler außerdem verpflichtet, auch während des Unterrichts Masken zu tragen.
  • Jede Schule kann im Prinzip laut Söllner selbst entscheiden, ob sie einen tageweisen oder wochenweisen Wechsel des Unterrichts wählt. Die Grund- und Mittelschulen in Weiden hätten sich abgestimmt. Nach NT-Informationen gibt es aber auch Gymnasialklassen, deren Schüler im wöchentlichen Wechsel unterrichtet werden. Eine Entscheidung, auf die das Schulamt keinen Einfluss hat, die aber berufstätige Eltern von Grund- und Gymnasialschülern vor ein Betreuungsproblem stellen dürfte. Ein Anspruch auf Notbetreuung bestehe nicht, führt Söllner mit Verweis auf das Kultusministerium aus. Falls Personal- und Raumsituation es zulassen, würden die Schulleiter aber "mit Augenmaß" prüfen, ob eine eingeschränkte Notbetreuung möglich sei.
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