31.01.2021 - 13:34 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Samira Aghadadashova ist neue Vorsitzende des Integrationsbeirats der Stadt Weiden

Die Stadt Weiden hat endlich eine neue Vorsitzende für den Integrationsbeirat. Die Wahl im Oktober vergangenen Jahres endete unentschieden. Nun haben sich die Mitglieder per Briefwahl auf eine neue Führung geeinigt.

Samira Aghadadashova ist die neue Vorsitzende des Integrationsbeirats der Stadt Weiden.
von Helmut KunzProfil

Der Integrationsbeirat der Stadt Weiden hat wieder eine Führung. Nachdem die Wahl im Oktober 2020 mit einem Patt zwischen Samira Aghadadashova und Sema Tasali-Stoll endete, hatten sich die Mitglieder damals auf Vorschlag von Iman Maher Khedr für eine Briefwahl entschieden, deren Ergebnis jetzt bekannt gegeben wurde. Als Dritte hatte überraschend Maria Sponsel ihre Kandidatur in den Ring geworfen. Mit fünf Stimmen wählte das Gremium aber Aghadadashova zur Nachfolgerin von Veit Wagner.

Auf Empfehlung Wagners wurde die Aufnahme des aus Syrien stammenden Ahmad Al Sarmani ins Gremium als Beschlussvorschlag zur Vorlage im Stadtrat genehmigt. Laut Satzung können bis zu zehn stimmberechtigte Migranten aufgenommen werden. Bisher sitzen vier Personen aus dem Bereich der Integration im Beirat. Als beratendes Mitglied wurde Michael Maier akzeptiert. Der Integrationsbeirat kann bis zu drei beratende Mitglieder berufen, die aufgrund ihres Berufes oder anderweitigem gesellschaftlichen Engagements ihren Schwerpunkt in der Integrationsarbeit haben. Maier ist in den Bereichen des Monitorings und der Statistik bei der Stadt Weiden tätig.

Kevin Fischer referierte über die Ergebnisse aus dem Bundesprogramm „Bildungskoordination für Neuzugewanderte.“ Die vierjährige Projektzeit laufe Ende Januar 2021 aus, berichtete er. Dank der Fördermaßnahmen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung seien bei der Stadt Weiden projektbedingt keinerlei Personalkosten aufgelaufen. „Das Projekt wurde zu 100 Prozent gefördert.“ Arbeitsschwerpunkte seien Netzwerkarbeit, die Verbesserung der Chancen für Neuzugewanderte, Beratung – auch von Unternehmen - und Transparenz gewesen.

Fischer erinnerte an die Neubürgertage mit jeweils rund 100 Teilnehmern. In Planung sei jetzt ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen. Bleiben werde vom Projekt auch die Unterseite für Flüchtlings- und Integrationsberatung auf der städtischen Homepage und die Weiterentwicklung des Bildungsbüros durch „Bildung integriert“. Wie Fischer erläuterte, sei Bildung die Basis für eine gelungene Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, was auch für andere Personengruppen gelte.

Ziel müsse es sein, durch das auslaufende Bundesprojekt möglichst viel Transparenz zu schaffen und damit die ganze Stadtbevölkerung zu erreichen. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Weiden, Susanne Reinhardt, stellte die Außenkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zur Diskussion. Angedacht seien zweisprachige Flyer und Plakate an Standorten, wo sich viele Zugewanderte aufhielten. Ferner sei eine eigene Homepage geplant, deren rechtliche Zuständigkeit in der Verantwortung der Stadt Weiden liege. Als mögliches Vorbild nannte sie die Homepage des Integrationsbeirats der Stadt Augsburg.

Eine beschlossene Satzungsänderung sieht künftig vor, dass der Vorsitz bei Stimmengleichheit durch das Los entschieden wird. Außerdem besteht der Integrationsbeirat künftig aus drei Stadträten, der städtischen Integrationsbeauftragten und zehn Migranten.

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Der Integrationsbeirat der Stadt Weiden.

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