19.10.2021 - 15:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Prozess in Weiden: Mann soll Sohn "Watschn" angedroht haben

Die Mindeststrafe für "räuberische Erpressung" ist ein Jahr. Es könnte also böse ausgehen vor dem Weidener Schöffengericht für einen Vater von fünf Kindern. Der soll seinem Sohn eine Ohrfeige angedroht haben.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
von Autor RNSProfil

Ein 51-Jähriger stand am Dienstag vor dem Schöffengericht in Weiden wegen eines Verbrechens nach dem Strafgesetzbuch. Er hatte seinem Sohn angeblich eine „gscheite Watschn“ angedroht. Der 18-Jährige war im Oktober zuhause ausgezogen. Das Verhältnis zur Familie hatte sich zunehmend verschlechtert. Der Bub war durch die Gesellenprüfung gefallen, hatte die Lehre hingeschmissen und wollte „sein Leben nach seinen Regeln“ leben. Obwohl sein Vater ihm erklärt hatte, dass das Kindergeld immer erst am 15. des Monats komme und dann an ihn weitergeleitet werde, trat der junge Mann sehr fordernd auf. Der Vater stellte eine Gegenrechnung auf: für Anwaltskosten des Sohnes, für Zimmerrenovierung, für die Rechnung aus einem Handyvertrag, für eine teure Brille und mehr. Er forderte telefonisch 600 Euro von seinem Sohn, ansonsten gebe es besagte „Watschn“ – und stand nun, nach Anzeige durch diesen wegen „räuberischer Erpressung“ vor Richter Hubert Windisch und den Schöffen.

"Gscheite Watschn“, das habe er nie gesagt, behauptete der von Staatsanwältin Dr. Franziska Enghofer angeklagte und von Rechtsanwalt Rouven Colbatz verteidigte Mann aus dem Landkreis Neustadt/WN. Zu allem Überfluss kam der als Zeuge geladene 18-Jährige nicht. Richter Windisch vertagte den Prozess auf Dienstag, 2. November, 8.30 Uhr.

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Weiden in der Oberpfalz

 

 

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