07.05.2021 - 09:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

NOC-Umfeld und Naabwiesen in Weiden attraktiver machen

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Trotz Corona: Das Einkaufszentrum NOC in Weiden hatte Zeit, sich zu etablieren. Nun soll das Umfeld durchleuchtet, weiteres Potenzial in der Nachbarschaft gehoben werden. Baudezernent Oliver Seidel sieht weiteren "Entwicklungsbedarf".

Wird die Sedanstraße nochmal umgestaltet? In einem Wettbewerb sollen für den gesamten Umgriff des Nordoberpfalz Centers weitere Entwicklungspotenziale aufgezeigt werden. Auch auf den Bereich um den Großparkplatz Naabwiesen werfen Experten ihr Auge.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

In der außerordentlichen Stadtratssitzung kündigt Bau- und Planungsdezernent Seidel zwei städtebauliche Wettbewerbe an. Die Eröffnung des "Nordoberpfalz Centers" (NOC) und auch die aktuelle Gestaltung der Dr.-Pfleger-/Sedanstraße nach dem Shared-Space-Gedanken könne Ausgangspunkt weiterer neuer Entwicklungsmöglichkeiten der Innenstadt sein. Ein Konzept für die notwendige Umgestaltung beziehungsweise Anpassung des öffentlichen Raumes - vor allem der Fußgängerbereiche - an die neuen Rahmenbedingungen und daraus resultierender Nutzungsansprüche liege bisher nicht vor. "Kreative Lösungen sollen durch die Auslobung eines Wettbewerbs gefunden werden. Das Vergabeverfahren, das die Wettbewerbsorganisation umfasst, soll extern vergeben werden.

"Naabwiesen" entwickeln

Um Information über die Weiterarbeit zum Projektauftrag "Erhebung der Innenentwicklungspotenziale und Aktivierung der Weidener Innenstadt" hatte Grün.Bunt.Weiden in einem Antrag vom 9. Februar gebeten. In seiner Antwort kündigt Seidel einen weiteren Wettbewerb an: So sollen die Nutzungsmöglichkeiten für den südlichen Teil der westlichen Innenstadt (Großparkplatz Naabwiesen und Umgriff) aufgezeigt werden. Er denkt dabei an einen Realisierungswettbewerb mit städtebaulichen Ideenteil. Auch hier doll das Vergabeverfahren extern betreut werden.

Der Bau- und Planungsdezernent fordert aber auch "Feuer frei" für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das schon seinem Vorgänger Bohm lange verweigert worden war. Das städtebauliche Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2010 müsse überarbeitet und weiterentwickelt werden. Dabei seien neue Gegebenheiten wie die Eröffnung des Nordoberpfalz Centers, das aktuell entstehende Mobilitätskonzept und die Erkenntnisse aus verschiedenen Fachkonzepten (zum Beispiel barrierefreie Innenstadt), zu berücksichtigen. Vorbehaltlich einer erfolgreichen Stellenbesetzung, werde das Stadtplanungsamt die Arbeit am ISEK noch in diesem Jahr aufnehmen. "Es macht Sinn, sich dieser Themen anzunehmen", erklärt Seidel, der dabei auch auf den neuen Flächennutzungsplan hinwies, in dem auch die Fortentwicklung der Innenstadt (Verdichtung von Bebauung und Nutzung) eine wichtige Rolle spiele.

"Das Beil schärfen"

"Es ist entscheidend, dass wir für die Innenstadtentwicklung eine Planung haben", erklärte Karl Bärnklau, Sprecher von Bunt.Grün Weiden, in seiner Antragsbegründung. "Jede Planung ist besser als keine Planung." In der Innenstadt sei langst nicht mehr alles "in Butter". "Wir müssen jetzt das Beil schärfen. Die nächsten Hiebe müssen sitzen", sagte er angesichts der Leerstände und der Probleme der Betriebe in der Innenstadt. Bei den verschiedenen Akteuren, die sich um die Innenstadtentwicklung kümmerten, von Wirtschaftsförderung bis zum Stadtmarketingverein müsse klar sein, "wer was wann macht". Klar sei aber auch, dass die Stadt aus ihren knappen Ressourcen das Beste herausholen müsse. Ein übergeordnetes Dach, das Stadtentwicklung, Flächenmanagement und Stadtmarketing manage, habe der Stadtrat bisher aber immer noch nicht betrachtet., merkte Karl Bärnklau abschließend an.

Die Weidener sollen sich in der Stadt ihren Traum von den eigenen vier Wänden wieder erfüllen können

Weiden in der Oberpfalz
Hintergrund:

Herausfordernde Aufgabe: Leerstände und Baulücken managen

  • Netzwerkaufbau mit Immobilienmaklern- und eigentümern
  • Digitalisierung des Leerstandsmanagements mit Aufbau eines kommunalen Immobilienportals
  • Einführung eines digitalen Leerstandsmelders
  • Aufbau eines digitalen Leerstandskatasters in Zusammenarbeit von Kämmerei (Wirtschaftsförderung) und Stadtplanungsamt
  • Beobachtung und Überwachung der Leerstandsentwicklung durch regelmäßige Dokumentation
  • Unterstützung von Gewerbetreibenden bei der Suche nach geeigneten Flächen
  • Unterstützung von Immobilieneigentümern, etwa bei Umnutzungen
  • Moderation zwischen Interessenvertretern von Handel und Gastronomie
  • Einbindung der OTH in Innenstadtentwicklung und Immobiliennutzung
  • Unterstützung der SGW Stadtbau hinsichtlich Ankauf und Sanierung einzelner Immobilien
  • Initiierung eines Markenbildungsprozesses für die Stadt Weiden
  • Bewerbung um das Modellprojekt "Smart Cities", in dem für Weiden eine Förderung von 19 Millionen Euro erwartet werden
  • Bewerbung bei der Rid-Stiftung für ein einjähriges, kostenloses Coaching zur Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie in Kooperation mit dem Stadtmarketingverein
  • Baulückenkataster. Die Datenbank zum Flächenmanagement beinhaltet bereits Baulücken in einem Umfang von 60 Hektar. Vermehrte Nachverdichtung geplant. Zugleich Entscheidungsgrundlage bei künftigen Bauleitplänen zur Neuausweisung von Wohngebieten
  • Untersuchung und Entwicklung von Brachflächen für eine neue Nutzung

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