10.06.2020 - 11:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Neues Wasserwerk: Weicheres Wasser für Weiden

Die Stadtwerke Weiden errichten bis Ende 2021 ein neues Wasserwerk. Die Umstellung bringt Vorteile, aber eventuell auch Probleme mit sich. Bei einer Baustellenbesichtigung erfuhr die CSU-Fraktion mehr darüber.

Näher kommen die CSU-Mitglieder an die Baustelle nicht heran. Die Baugrube im Hintergrund wird in den kommenden Tagen eingerichtet.
von Helmut KunzProfil

Der Neubau des Wasserwerks soll Ende 2021 stehen. Dann kommt seine Bewährungsprobe. Nach Fertigstellung werde er für kurze Dauer mit der alten Anlage parallel geschlossen, bevor der Altbau vom Netz geht. Anfangsprobleme in den Weidener Haushalten würden sich nicht vermeiden lassen. Auf diese Möglichkeit während der Übergangsphase wies der Vorstand der Stadtwerke, Johann Riedl, hin. Das Wasser werde dann nämlich weicher. Farbliche Abweichungen über eine kurze Dauer wollte er nicht ausschließen, erklärte Riedl bei einer Ortsbesichtigung der CSU-Fraktion auf der Baustelle an der Georg-Stöckel-Straße.

13-Millionen-Euro-Projekt

Die Baugrube sei inzwischen ausgehoben, berichtete der Leiter des Wasserwerkes, Wassermeister Norbert Weiß. Die für die weitere Baumaßnahme verpflichtete Firma werde jetzt mit der Einrichtung der Baustelle beginnen. Kostenpunkt des Mega-Projekts: 13,3 Millionen Euro. Riedl: "Wir liegen aber deutlich unter dem Kostenvoranschlag."

Auf Anfrage von Wolfgang Pausch versprach Riedl einen stabilen Wasserpreis für die Verbraucher auch nach dieser Großinvestition. Fraktionschef Benjamin Zeitler betonte die "Top-Qualität" des Weidener Wassers seit nunmehr 100 Jahren. Der Neubau des Wasserwerks sei für Weiden eine riesige Investition. Dass sich der Wasserpreis stabil halte und die Qualität passe, führte Zeitler auf kontinuierliche Investitionen ins Leitungsnetz zurück. Die Stadtwerke stünden für ein gut funktionierendes Versorgungssystem. "Wasser ist das wichtigste Lebensmittel, das es gibt. Dies sollten wir uns immer vor Augen führen. Wir dürfen froh und dankbar sein, dass wir auf einem Fleckchen Erde leben, wo es, zumindest in absehbarer Zeit, keinen Mangel an Wasser geben wird."

Tiefbrunnen gut gefüllt

Die Frage, ob sich der Klimawandel negativ auf die Wasserversorgung vor Ort auswirken könnte, kommentierte Weiß folgendermaßen: "Unsere Tiefbrunnen zwischen 100 und 230 Metern Tiefe sind nicht empfindlich. Wenn das mit den heißen Sommern in den nächsten 15 Jahren allerdings so weitergeht, möchte ich mich auf nichts festlegen." Derzeit lieferten die Brunnen ohne weitere Aufbereitung Trinkwasserqualität.

Aktuell würden Weidener Bürger knapp 3 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr verbrauchen. In früheren Jahren sei der Verbrauch deutlich höher gewesen. Weiß sprach von Spitzen bis zu 3,8 Millionen Kubikmetern. Die Reduzierung führte er unter anderem auf die Entwicklung moderner, wasserschonenender Haushaltsgeräte zurück.

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