04.12.2020 - 13:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Modernisierungsschub für Berufsbildungszentrum in Weiden

Die betriebliche Berufsausbildung soll weiterhin gleichen Rang wie die akademische Ausbildung behalten. Auch deshalb wird das HWK-Ausbildungszentrum in Weiden noch moderner – und bekommt eine saftige Förderung.

Staatssekretär Thomas Rachel (Zweiter von links) überbringt im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer in Weiden den Förderbescheid über 150.000 Euro aus dem Bundesbildungsministerium. Mit dabei (von links) Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger und der stellvertretende Hauuptgeschäftsführer Hans Schmid.
von Siegfried BühnerProfil

Zusätzliches Geld fließt trotz Coronazeiten jetzt für das überbetriebliche Ausbildungszentrum der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Weiden. „Wir investieren für die Auszubildenden, damit ihre Ausbildung auch in Zukunft modernsten Standards entspricht“, sagte Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz anlässlich des Besuches von Staatssekretär Thomas Rachel vom Bundesministerium in Berlin im HWK-Bildungszentrum.

Für 250.000 Euro sollen im überbetrieblichen Bildungszentrum in den kommenden Monaten neue Geräte, Anlagen und Maschinen angeschafft werden. Ein Schwerpunkt der Investition wird laut Kilger unter anderem bei den Kfz- Werkstätten liegen. Für diese wird zum Beispiel ein neuer Motorschulungsstand angeschafft. Auch die Metallwerkstätten würden profitieren. Dort soll in Zukunft digital gesteuertes Schweißen unterrichtet werden.

Mit einem Zuschuss von 150.000 Euro aus dem Förderprogramm für überbetriebliche Ausbildungszentren beteiligt sich das Bundesbildungsministerium an den Investitionen im Ausbildungszentrum in Weiden. Staatssekretär Thomas Rachel übergab den Förderbescheid an den HWK-Hauptgeschäftsführer und seinen Stellvertreter Hans Schmid. Eingeladen zu dem Termin hatte Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, der als bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sich seit vielen Jahren um Förderprogramme für die nördliche Oberpfalz bemüht.

In ihren Stellungnahmen betonten alle Gesprächspartner den hohen Stellenwert der dualen Ausbildung im Handwerk. Nicht nur die Ausbildung im Betrieb selbst, sondern auch die darauf aufbauende Meisterausbildung sorge vor allem für die Gleichwertigkeit von dualer und akademischer Ausbildung. Es seien auch die Handwerksmeister, die durch Qualifizierung der neuen Auszubildenden für den hohen Qualitätsstandard der handwerklichen Ausbildung sorgen, betonte Kilger. Und er erwähnte, dass zusätzlich zum Zuschuss des Bundesbildungsministeriums sich auch das bayerische Wirtschaftsministerium mit 75.000 Euro an der Gesamtinvestition für das Weidener Berufsbildungszentrum beteiligt. Bayern sei das einzige Bundesland, in dem eine solche Beteiligung erfolge, stellte Kilger fest.

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