28.06.2021 - 16:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Meinung: Nicht mehr der Impfstoff, jetzt werden die Impfwilligen knapp

Der Weg zur Herdenimmunität wird steinig. Statt um die Verteilung des Imfpstoffs, sollte es jetzt um eine Strategie gehen, wie man Menschen dazu bringt, sich impfen zu lassen, kommentiert Wolfgang Würth.

Vor einigen Monaten waren die Impfzentren leer, weil es keinen Impfstoff gab. Bald werden die Impfwilligen fehlen.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Noch vor zwei Monaten waren die USA im "Impfrennen" scheinbar uneinholbar enteilt. Heute rechnen Experten damit, dass Deutschland die Vereinigten Staaten in den nächsten Tagen beim Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung überholen wird. Dies zeigt: Der Punkt rückt näher, an dem nicht mehr die Verfügbarkeit des Impfstoffs der limitierende Faktor ist, sondern die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen.

Die angestrebte Herdenimmunität scheint dabei in weiter Ferne zu liegen. 70 oder 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen, ist schwer möglich, wenn der Impfstoff für einen relevanten Teil der Bevölkerung - Kinder und Jugendliche - nicht freigegeben oder nicht klar empfohlen wird.

Umso wichtiger wäre, dass sich möglichst alle Erwachsene impfen lassen. Aber auch ihre Bereitschaft scheint nachzulassen. Bei niedriger Inzidenz gibt es auch für Ungeimpfte kaum noch spürbare Einschränkungen - und damit auch wenig Ansporn, sich die Spritze setzen zu lassen. Ob eine Werbekampagne alleine reicht, um das zu ändern?

Impfgipfel in der Staatskanzlei

München

 

 

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