23.09.2020 - 10:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Luftrettungsstandort Latsch für zehn Jahre gesichert

Der Vertrag ist unterschrieben: Für fünf weitere Jahre ist der Luftrettungsstandort Latsch gesichert. Und im April nächsten Jahres wird der jetzige "Christoph 80" durch einen größeren und leistungsfähigeren Helikopter ersetzt.

Der Vertrag ist unter Dach und Fach: Bei der Unterzeichnung waren dabei (von links) Vorstandsvorsitzender der DRF Stiftung Luftrettung Dr. Krystian Pracz, Ernst Peleikis vom Partnermanagement der DRF, Zweckverbandsvorsitzender Alfred Rast und ZRF Nordoberpfalz-Verbandsvorsitzender Landrat Andreas Meier.
von Helmut KunzProfil

Der in Latsch stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 80“ wird am 1. April 2021 durch das neue Modell H 145 ersetzt. Der Helikopter wird dann größer, komfortabler und leistungsfähiger sein. Im Laufe des kommenden Jahres sollen die vier Rotorblätter um ein fünftes ergänzt werden, was für die Bevölkerung zum Vorteil hat, dass der neue Hubschrauber dann wesentlich leiser unterwegs sein wird. Der neue sei dann auch bestens für die Aus- und Fortbildung geeignet.

Der derzeitige Vertrag für die Luftrettung am Standort Latsch mit der DRF Luftrettung endet am 31. März. Vom Zweckverband für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz (ZRF) wurde deshalb die Konzession für den Betrieb in einem europaweiten Vergabeverfahren neu ausgeschrieben. Dabei hatte die DRF Stiftung Luftrettung das annehmbarste Angebot abgegeben.

Die Vertragsunterzeichnung mit Landrat Andreas Meier für den ZRF und Krystian Pracz für die DRF, als der letzte Schritt des Vergabeverfahrens, erfolgte nun in einer Feierstunde im Hangar. Der Vertrag gelte für fünf Jahre, erklärte Zweckverbandsvorsitzender Alfred Rast. Beide Vertragspartner hielten sich aber wie bisher die Option offen, um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Das Abkommen beinhalte den Betrieb des Rettungshubschraubers, einschließlich der technischen und baulichen Infrastruktur und den täglichen Auftrag, von Sonnenaufgang bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang betriebsbereit zu sein. Aber auch die Gestellung des geeigneten Flugpersonals. Die Notärzte würden im turnusmäßigen Wechsel von den Kliniken Nordoberpfalz und dem Klinikum St. Marien in Amberg gestellt. Die Konzession habe – gerechnet auf die kommenden zehn Jahre – einen Auftragswert von über 30 Millionen Euro.

„Die Versorgung in der Fläche wird aufgrund neuer technischer Möglichkeiten vielfältiger“, unterstrich Landrat Meier, der von einem „historischen Moment“ sprach. „Mittlerweile ist 'Christoph 80' ein Sympathie- und Imageträger in der Region.“ Meier: „Jeder, der an diesem System beteiligt ist, auch wenn er sich manchmal nur für ein ganz, ganz kleines Zahnrädchen hält, ist so wichtig, dass sein Ausfall nur schwer zu ersetzen ist.“ Die Gesundheitsversorgung sei eine Gemeinschaftsaufgabe, aber auch eine sehr großartige Gemeinschaftsleistung.

Ein Konkurrenzdenken zwischen Boden- und Flugpersonal hielt Meier für abwegig. „Nur weil jemand aus der Luft kommt, ist er nicht der bessere Sanitäter oder bessere Arzt. Er ist halt einfach auf die schnellste und für die jeweilige Einsatzsituation am besten geeignete Weise unterwegs.“ Pracz betonte die Fortsetzung der menschlichen Partnerschaft in dieser Station als etwas ganz Besonderes.

Größerer Rettungshubschrauber für die Nordoberpfalz

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