14.10.2021 - 16:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Lockerung bei Abfrage von Kontaktdaten: Das gilt ab Freitag

Das Einchecken per App oder das Ausfüllen von Kontaktformularen gehörte in Bayern lange zum Alltag. Ab Freitag ist es damit größtenteils vorbei – den Hotel- und Gaststättenverband erfreut der Kurswechsel der Regierung.

Das oft schon gewohnte Einchecken per App oder das Ausfüllen von Kontaktformularen entfällt ab Freitag größtenteils in Bayern.
von Sebastian Böhm Kontakt Profil

In Gastronomie und Kultur und auch in vielen weiteren Bereichen in Bayern entfällt die bisherige coronabedingte Pflicht zur Kontaktdatenerfassung: Von diesem Freitag an müssen Kunden und Besucher also keine persönlichen Daten mehr angeben, wenn sie essen gehen oder ins Kino wollen.

Das oft schon gewohnte Einchecken per App oder das Ausfüllen von Kontaktformularen entfällt. Das hat das Kabinett bereits am Dienstag in München beschlossen.

„Wir finden das natürlich gut, es ist eine weitere Erleichterung, die uns hilft“, sagt Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Eine weitere derartige Pflicht zur Kontaktdatenerfassung wäre auch nicht mehr nachvollziehbar gewesen, da auf die Daten größtenteils sowieso nicht zugegriffen worden sei, erklärt er weiter.

Luca-App spielt keine große Rolle

Dieser These pflichten auch die beiden Gesundheitsämter der Region bei – zumindest was die Luca-App anbelangt. „Im Dienstbezirk des Gesundheitsamtes Weiden-Neustadt gab es bislang keine Konstellationen, bei der Kontaktpersonen zu ermitteln waren, deren Daten man über die Luca-App erhalten hätte“, teilt ein Sprecher des Landratsamtes Neustadt mit. Und auch der Leiter des Amberger Gesundheitsamtes, Dr. Roland Brey, erklärt: „Die Luca-App spielt bei unserer Arbeit bisher keine große Rolle.“ Es könne aber durchaus sein, dass ihre Zeit auch erst noch komme.

Denn Kontaktdaten müssen schließlich schon noch in Schwerpunktbereichen „mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (Spreading)“ erfasst werden. In allen anderen Bereichen entfällt die Vorschrift. Zu den Schwerpunktbereichen zählen laut Kabinettsbeschluss:

  • alle geschlossenen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen
  • Clubs, Diskotheken, Bordelle „und vergleichbare Freizeiteinrichtungen“
  • gastronomische Angebote mit Tanzmusik
  • körpernahen Dienstleistungen
  • Gemeinschaftsunterkünften (etwa Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten)

Tests zweimal die Woche

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte, man gebe damit nicht grundsätzlich die Ermittlung von Kontaktpersonen auf. Aber eine Erfassung in der bisherigen Breite sei nicht mehr sehr sinnvoll. Und noch eine weitere Änderung hat das Kabinett beschlossen: In sämtlichen Bereichen, in denen die 3G-Regel gilt, müssen sich von Dienstag (19. Oktober) an, neben Besuchern auch alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt daran halten.

Auch Betreiber, Beschäftigte und Ehrenamtliche, die Kontakt zu Kunden und Besuchern haben, müssen also geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen sein, oder sie müssen regelmäßig einen negativen Test vorweisen. Je nach Bereich muss das ein PCR-Test sein, oder es reicht ein Schnelltest. Den Testnachweis müssen die Mitarbeiter an mindestens zwei Tagen pro Woche vorlegen.

Die 3G-Regel gilt unter anderem bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, in Sportstätten, Fitnessstudios, Theatern, Opern, Konzerthäusern und Kinos. Sollten Betreiber und Veranstalter 2G oder 3Gplus anwenden, dann gilt für die Mitarbeiter künftig ebenfalls die verschärfte Regel. (mit Inhalten der dpa verfasst)

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