27.11.2020 - 14:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Klinikum Weiden: Besuch nur noch in Ausnahmefällen

Bei der Zahl der stationär zu behandelnden Covid-19-Patienten ist trotz des Lockdowns keine merkliche Entspannung zu verzeichnen. Darauf reagiert auch die Kliniken Nordoberpfalz AG und lässt Besuch nur in Ausnahmefällen zu.

Im Klinikum Weiden sowie in den dazugehörigen Häusern gilt ab Montag ein Besuchsverbot. Ausnahme sind möglich.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Ab Montag, 30. November, gilt in den Akuthäusern der Kliniken Nordoberpfalz ein Besuchsverbot. Derzeit werden am Klinikum Weiden 42 und am Krankenhaus Tirschenreuth 13 Covid-Patienten stationär behandelt. Davon liegen an beiden Standorten 13 Patienten (Weiden 6, Tirschenreuth 7) auf der Intensivstation.

Das Besuchsverbot gilt auch bis zum 20. Dezember. „Die bisherigen Maßnahmen haben einen Teilerfolg gebracht und der exponentielle Anstieg der Infektionszahlen wurde gestoppt. Doch wir sind noch lange nicht am Ziel angelangt", erklärt Dr. Thomas Egginger, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. "Wir wissen um die einschneidenden Maßnahmen, die wir in unseren Häusern jetzt umsetzen, aber sehen diese als unabdingbar und notwendig an, um unsere Patienten sowie unser Personal zu schützen und die Versorgung der Bevölkerung weiter sicherzustellen.“

Ausnahmen möglich

Möglich ist der Besuch nur noch in begründeten Ausnahmefällen. Beispielsweise dürfen Eltern ihre Kinder in der Kinderklinik weiter besuchen. Auch bei Geburten darf eine Begleitung dabei sein. Während des stationären Aufenthaltes nach der Geburt können Väter Mutter und Kind einmal pro Tag für zwei Stunden zwischen12 bis 18 Uhr besuchen.

Auch die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Patienten ist nach vorheriger Anmeldung auf der Station weiterhin möglich. „Wir sind im Frühjahr auf sehr großes Verständnis für diese Regelungen gestoßen und bitten auch jetzt um Verständnis“, sagt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler.

Ambulante Untersuchungen bleiben möglich. Hier gilt weiterhin, dass die Begleitung von Patienten nur dann erlaubt ist, wenn es zwingend erforderlich ist, beispielsweise bei dementen oder schwerkranken Patienten. Alle ambulanten Patienten und Besucher müssen weiterhin das vor einigen Wochen eingeführte Kontaktformular ausfüllen. An den Rezeptionen können Angehörigen persönliche Gegenstände für stationäre Patienten (zum Beispiel Wäsche) namentlich gekennzeichnet abgegeben werden.

Operationen werden verschoben

Weiterhin stehen sowohl auf den Normal- als auch auf den Intensivstationen Kapazitäten zur Verfügung. Um dies zu gewährleisten, werden Patienten verlegt oder nicht zwingend notwendigen Operationen verschoben, die eine intensivmedizinische Versorgung nach sich ziehen würden.

Test für alle neuen Patienten

Notfall-Operationen und zwingend nötige Eingriffe, wie zum Beispiel Tumor-Operationen, werden weiterhin durchgeführt. Alle Patienten, die in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz AG aufgenommen werden, werden auf eine CoVid-19-Erkrankung getestet.

Optimistisch zeigt man sich beim Klinikverbund, was den Lagerbestand bei persönlicher Schutzausrüstung, Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Verbrauchsgütern betrifft. „Durch unser angelegtes Pandemielager müssen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Lieferengpässe befürchten“, betont Michaela Hutzler.

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