07.05.2021 - 15:27 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Inzidenzen im gelben Bereich: Weiden und Neustadt machen sich locker

Zumindest Anfang kommender Woche sieht es so aus, dass das Wetter fast vergessene Freiheiten im Pandemie-Alltag Pandemie zulässt. Das Weidener Rathaus und das Landratsamt Neustadt stellen einige Weichen dafür.

So ähnlich wie hier im Sommer 2020 könnte es ab Montag wieder in der Weidener Altstadtgastronomie aussehen. Vorausgesetzt die Sieben-Tage-Inzidenz klettert nicht so bald über 100. Dann wäre Ende nächster Woche schon wieder Schluss mit dem Kaffee im Freien.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Das Landratsamt Neustadt kündigt an, dass voraussichtlich am Sonntag eine Allgemeinverfügung in Kraft tritt, die Lockerungen beinhaltet, für den Fall, dass die 7-Tage-Inzidenz zwischen Eslarn und Eschenbach weiterhin stabil unter 50 liegt. Zurzeit sieht es ganz danach aus. Der Sonntag wäre der fünfte Tag mit einer Unter-50er-Inzidenz. Damit dürfte ab Dienstag im Landkreis Einkauf in Geschäften ohne Termin und Test, sondern lediglich mit Maske und Abstand möglich sein. Zudem könnten Schulkinder in die Klassenzimmer zurückkehren. Für Grundschüler würde dies das Ende des Wechselunterrichts aus Distanz- und Präsenzlernen bedeuten. Sie müssten sich aber weiterhin testen lassen und im Unterricht eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Doch schon ab Montag treten in Weiden und im Kreis Neustadt Lockerungen in Kraft, weil die Inzidenz unter 100 pendelt. Sie sehen vor, dass Theater, Konzerte und Kinos negative getestete Besucher empfangen dürften. Ebenso ist kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel erlaubt, vorausgesetzt alle Beteiligten verfügen über einen negativen Testnachweis.

Für viele die wichtigste Änderung: Außengastronomie für Besucher mit vorheriger Terminbuchung samt Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung ist bis 22 Uhr wieder erlaubt. Sitzen an einem Tisch Personen aus mehreren Haushalten, müssen sie einen vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen Antigentest beziehungsweise negativen Selbsttest oder einen vor höchstens 48 Stunden vorgenommenen negativen PCR-Test vorweisen.

Für Gastronomen wäre es am einfachsten, wenn die Gäste vor dem Kaffee oder dem Bier in einer Teststation oder einer Apotheke einen Abstrich hätten machen lassen und mit dem entsprechenden Ausdruck vorbeikommen. Andernfalls müssten die Gäste einen Selbsttest vornehmen, bevor sie Platz nehmen. Im Klartext: Sie müssen sich mit einem Wattestäbchen in der Nase bohren oder in ein Röhrchen spucken und 10 bis 15 Minuten warten, wie sich dies auf einem Teststreifen auswirkt. Der Wirt müsste dies überwachen. Doch das ist umständlich und ziemlich unappetitlich.

Interessant: Laut Weidens Stadtsprecher Norbert Schmieglitz steht noch nicht fest, wie teuer Verstöße für Gast und Wirt kommen. Man erwarte dazu Näheres am Montag aus dem Innenministerium in München.

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