17.02.2021 - 17:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

IG Metall Amberg: "Wir wollen Druck machen"

Wie kamen die Arbeitnehmer der Metallindustrie durch das Corona-Jahr 2020? Der Markt brummt, ist zu hören. Einige Firmen hätten gar von der Ausnahmesituation profitiert. Im Vordergrund stehen dennoch die laufenden Tarifverhandlungen.

Udo Fechtner, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Amberg.
von Florian Bindl Kontakt Profil

Bei der IG Metall Amberg, die auch für den Raum Weiden zuständig ist, dreht sich derzeit alles um die Tarifgespräche. Das wurde beim Jahrespressegespräch des Deutschen Gewerkschaftsbundes Oberpfalz deutlich. Seit Wochen reiht sich in der Metallindustrie Tarifrunde an Tarifrunde, die Forderung von Arbeitnehmerseite ist klar: vier Prozent mehr Lohn.

"Unsere Erwartungshaltung ist groß", sagt Udo Fechtner, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Amberg. "Der Markt brummt, etliche unserer Betriebe konnten von den Notwendigkeiten der Pandemie profitieren." Das trifft etwa auf Constantia in Pirk (Verpackungsmaterial) oder die Pia Group in Amberg (Maschinen, auch zur Herstellung von Masken) zu. Deshalb ist Fechtner guter Dinge, dass die Tarifgespräche einen guten Weg nehmen. Am 1. März ist zudem ein bundesweiter Aktionstag der IG Metall geplant, danach sind Warnstreiks möglich. "Wir wollen Druck machen", erklärt Fechtner. Schließlich käme eine Einkommenserhöhung anderen Branchen zugute, da der private Konsum angekurbelt würde. Das Jahr 2021 sei für die Betriebe freilich von der Corona-Pandemie geprägt gewesen. Für vieles musste eine digitale Lösung her. Das klappe zwar mittlerweile gut, "viele Kollegen genießen es aber, wenn sie mal wieder im Büro sein können".

Kaum ein Betrieb befinde sich noch in Kurzarbeit, betriebsbedingte Kündigungen habe es wenige gegeben. "Die Beschäftigungssituation ist stabil", lautet Fechtners Fazit. In Sachen Mitglieder verzeichnete die IG Metall Amberg lediglich einen leichten Rückgang.

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