29.09.2019 - 17:37 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Hunde schwimmen im Schätzlerbad: Vom deutschen Dackel bis zum japanischen Shiba Inu

Ausgerechnet „Kira“, der Golden Retriever des stellvertretenden Schwimmvereinsvorsitzenden Klaus Kunz, ist Nichtschwimmer. So wagte sich die treue Hündin beim „Hundeschwimmtag“ im Schätzlerbad auch nur bis zu den Bauchhaaren ins Wasser.

von Helmut KunzProfil

Die neunjährige Hundedame ist wasserscheu. Und das, obwohl ihr Herrchen Schwimmlehrer ist. „Da lässt sich nichts machen.“ Ganz anders aufgelegt war am Sonntagnachmittag eine sechsjährige Englische Buldogge, der man allein von der Physiognomie her die Wasserratte eigentlich gar nicht abgenommen hätte. „Sie ist ängstlich zwar und das Wasser darf nicht zu tief sein. Aber sie geht gerne rein. Auch wenn sie nicht gut schwimmen kann“, sagte ihr Herrchen.

Sehr gerne im Wasser tollte „Yukon“, ein 13 Jahre alter Australian Shepherd. Dem betagten Herrn reichte es allerdings nach einer Plantschstunde im Schätzlerbadweiher. „Ihm wird es jetzt langsam zu kühl“, erklärte sein Frauchen aus Altenstadt. Buchhändler Martin Stangl ist auf den Dackel gekommen. „Wir haben schon immer Hunde. Bisher waren es zwei Cocker Spaniel." Aber Frauchen Alexandra wollte jetzt mal eine Abwechslung. Cocker und Dackel Stangl vertragen sich blendend.

Wie Hunde ihr Badevergnügen bezeichnen würden, das wusste Verena Lingl von der Hundetagesstätte „Dog Care“ zu beantworten: „Die würden sagen, das war ein geiler Tag.“ Vertreten waren alle Rassen. Vom Schäferhund bis zum Dalmatiner und japanischen Shiba Inu. Die wasserverträglichsten Hunde seien allerdings die Labradore, wusste die Expertin, die rote Hundekotbeutel an die Besucher verteilte.

Dass sich die unterschiedlichen Hunderassen untereinander vertrugen, war für Lingl keine Überraschung. „Leute, die unverträgliche Hunde besitzen, kommen zu solchen Veranstaltungen nicht. Hier sind überwiegend sozialverträgliche Tiere."

Schwimmvereinschefin Ilona Forster sprach von einer grandiosen Veranstaltung bei Traumwetter. Ganz anders, als im letzten Jahr, als kurz nachdem die letzten Hunde das Bad verlassen hatten, ein Unwetter einsetzte. „Hunde haben wir von klein bis groß.“ Nur für die 200 Vierbeiner musste am Sonntag Eintritt bezahlt werden. Herrchen und Frauchen durften gratis rein. „Die Hälfte davon spenden wir dem Tierheim.“ Mit dem Hundeschwimmtag beendet der Verein seit nunmehr sechs Jahren die Saison.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Videos aus der Region

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.