01.03.2021 - 16:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Gartencenter und Baumärkte in Weiden wieder geöffnet

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Auch für die Baumärkte und Gartencenter in Weiden ist die lange Zeit des Lockdowns nun vorbei. An diesem Montag durften die Geschäfte wieder öffnen. Die Kunden hatten vor allem ein Anliegen.

Im Gartencenter Dehner galt die Nachfrage vor allem Blumen und Gemüsesaaten.
von Helmut KunzProfil

Auch in Weiden durften die Baumärkte und Gärtnereien am Montag nach Monaten des Lockdowns wieder öffnen. Dabei war einiges zu beachten – auch für die Kunden.

Die Vorkehrungen waren unterschiedlicher Natur. Die einen regelten das Kundenaufkommen in ihren Bau- und Gartenmarktcentern über die Anzahl der bereitgestellten Einkaufswagen, andere bauten auf die Hilfe eines Securitydiensts und wieder andere setzten auf Lichtschranken. Insgesamt waren die Niederlassungsleiter zufrieden mit der Wiedereröffnung ihrer Märkte nach dem langen zweiten Lockdown am Montag. Der Ansturm hielt sich in Grenzen, was aber vielleicht auch den "Click & Collect"-Serviceangeboten in den vergangenen Wochen geschuldet war.

Kunden viel vernünftiger

„Unsere Kunden sind gegenüber dem ersten Lockdown jetzt viel vernünftiger, sie halten auch die Abstände ein und sind sich ihrer Verantwortung bewusst“, macht Hagebaumarkt-Niederlassungsleiter Werner Bergler deutlich. „Dass wir die Hygienekonzepte umfassend und ausnahmslos einhalten, sind wir auch den Einzelhändlern schuldig, die auch öffnen wollen.“ Dass sich der Ansturm diesmal im Rahmen halte, habe er schon beim Aufsperren bemerkt. „Keine Warteschlangen, wie beim letzten Mal.“

Der Hagebaumarkt gehe penibler mit den Einlassbeschränkungen um, als es bundesweit geboten wäre. „Anstatt der möglichen 20 Quadratmeter pro Kunde sind es bei uns 50 Quadratmeter. Wir geben 80 Einkaufswagen aus." Selbst bei zwei Kunden pro Wagen, wären das nur 160. Obwohl der Betrieb bei 12000 Quadratmeter Verkaufsfläche locker 200 Kunden gleichzeitig aufnehmen könnte. „Wir haben auch keine Kassenstaus.“

Security am Eingang

Den Eingangsbereich kontrollierten mit freundlichen Hinweisen auf bereitgestellte Desinfektionsbehälter couragierte Hagebau-Mitarbeiter. Eine Security-Firma stehe Gewehr bei Fuß, erklärt Bergler. "Sollten wir nicht klarkommen, würde die anrücken." Einzige Problematik: „Das sind die Kunden untereinander. Da gibt es doch das eine oder andere Ego-Problem." Wie der Marktleiter betont, sei vor allem die Nachfrage nach Gartenartikeln groß. „Da gibt’s Nachholbedarf, das ist klar. Und die Leute wollen auch renovieren.“

OBI-Marktleiter Stefan Schäffler zeigt sich zufrieden mit dem Jahresauftakt. „Das Kundenaufkommen ist ähnlich wie beim letzten Mal. Allerdings nicht ganz so schlimm. Wir haben einen Door-Man im Einsatz, der alles regelt." Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sei zuständig für die Einlasskontrolle, reinige aber auch Griffe an den Einkaufswägen.

„Bei uns läuft alles sauber und hygienisch ab.“ Im kompletten Einkaufsbereich seien Desinfektionsbehälter aufgestellt. Auch die Kassen seien voneinander abgetrennt, um die Abstände und geregelte Abläufe zu gewährleisten. Bei OBI läuft es so: Einzelpersonen und Paare dürfen ohne Wagen ins Gebäude. Ab drei Personen muss ein Einkaufswagen gezogen werden. „Bei uns ist alles entsprechend unserer Quadratmeterzahl geregelt.

Erde und Pflanzen

Man merke, dass die Leute einkaufen wollten, erklärt Schäffler. Jetzt sei das Frühjahrsgeschäft. „Aber es verläuft alles in Maßen, wie in den letzten Jahren auch." Gekauft würden vor allem Frühjahrswaren, wie Erden und Pflanzen. Alles was zum Gartenbereich gehöre. "Die Leute wollen einfach wieder raus."

Auch Gartencenter Dehner sei alles wie gehabt, berichtet Marktleiter Peter Winklmann. „Die Leute überrennen uns nicht. Das haben wir aber so auch erwartet. Wir können garantieren, dass die Maximalzahl an Kunden nicht überschritten wird." Letztes Jahr sei das Ende des Lockdowns auf den Mai gefallen. „Da war natürlich wesentlich mehr los. Heuer läuft es von der Jahreszeit her schon viel langsamer an. Wie an einem ganz normalen, sonnigen Märztag." Bei Dehner würden sich die Kunden hauptsächlich für Gemüsepflanzen, Sämereien und Dünger interessieren. „All die Sachen, an die man in den letzten Wochen schwer rangekommen ist.“

OB Jens Meyer: „Zeitpunkt ungünstig“

Oberbürgermeister Jens Meyer sieht die Öffnung der Baumärkte zwiegespalten. „Die Öffnung wurde zum Frühjahr von vielen Bürgerinnen und Bürgern herbeigesehnt. Allerdings kommt sie angesichts der aktuellen Infektionslage für Weiden zu einem ungünstigen Zeitpunkt“, sagte Meyer auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Andererseits würde eine Schließung von Baumärkten in der Region die Situation allenfalls an andere Orte verlagern und dort zur Verschärfung der Lage beitragen. Auch das könne niemand wollen, so der OB.

Auch im Landkreis Tirschenreuth öffnen Baumärkte und Gärtnereien

Tirschenreuth
Hintergrund:

Was öffnete in Bayern am 1. März?

  • Baumärkte, Baumschulen, Blumenläden sowie Gartencenter und Gärtnereien
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