03.03.2021 - 15:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Fahrradfahrer stört sich an Splitt auf Weidener Radwegen

Dicke Splittschichten auf den Radwegen im Stadtgebiet bemängelt ein Weidener, der sich an Oberpfalz-Medien gewandt hat. Er sieht darin eine Gefahrenstelle. Die Stadt Weiden hat für das noch nicht weggeräumte Streugut aber eine Erklärung.

Über zu viel Splitt auf den Radwegen - wie hier in der Mooslohstraße - ärgert sich ein Weidener Fahrradfahrer.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Mit einem Splitt-Problem hat sich ein Weidener Fahrradfahrer an Oberpfalz-Medien gewandt. "Während die Straßen vom Winterstreugut gereinigt sind, habe ich keinen einzigen der sowieso spärlich vorhandenen Radwege vorgefunden, der sich in ordentlich befahrbarem Zustand befand", moniert der Mann in seinem Schreiben. Vorsicht sei geboten, wer die Radwege im Weidener Stadtgebiet befahren wolle, denn auf den dicken Splittschichten ziehe es den Radlern schnell mal die Reifen weg, meint er und schreibt weiter: "Ich hoffe, dass die Stadtverwaltung reagiert und nicht nach Begründungen sucht, dass dieser Zustand richtig ist und so sein muss."

Für Weidener Bürger gilt: Finger weg vom Streusalz

Weiden in der Oberpfalz

Die Stadt Weiden reagiert auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit folgender Stellungnahme: "Weder die Straßen noch die Radwege wurden bislang vom Splitt befreit, da der Winter noch nicht gänzlich vorbei ist." Da die Straßen meist mit Salzsole gestreut werden, falle das vermutlich nicht so auf, heißt es. Weil es wegen der Minustemperaturen noch immer zu überfrierender Nässe kommen könne, sei die Stadt Weiden in der Verkehrssicherungspflicht – auch bei Radwegen. "Die Gehwege sind Anliegersache", stellt Pressesprecherin Roswitha Ruidisch aber klar und betont: "Die Frühjahresreinigung erfolgt umgehend, nachdem sicher ist, dass der Winter uns keine glatten Flächen mehr bereitet. Diese ist ab Mitte März geplant und dauert circa zwei bis drei Wochen." Die Stadt Weiden bittet die Bürger um Verständnis und darum, auf gesplitteten Wegen vorsichtiger zu fahren.

"Die Leute sollen nicht ungeduldig sein. Es passiert ja zur Sicherheit der Leute."

Norbert Braun, Bauhofleiter in Eschenbach über Splitt auf Radwegen

Norbert Braun, Bauhofleiter in Eschenbach, kennt das Problem auch und nimmt die Stadt Weiden in Schutz. Immer in der Übergangsphase zwischen Frost- und Frühlingsperiode komme es zu dem Zwiespalt, ob der Splitt schon weg könne, oder eben nicht. "Momentan ist es noch ein bisschen verfrüht", meint Braun. Er peilt für die Stadt Eschenbach die kommenden 14 Tage an, um das Streugut zu beseitigen. Eine Kehrmaschine hat er dafür schon geordert. Trotzdem versteht er, dass die Menschen gerade in der Coronazeit spazieren gehen und mit dem Fahrrad fahren wollen. Er appelliert aber auch an die Vernunft der Bürger: "Die Leute sollen nicht ungeduldig sein. Es passiert ja zur Sicherheit der Leute."

In Vohenstrauß stellt sich dieses Problem dagegen nicht, wie Karl Frey, Außendienstleiter des zuständigen Bauhofs, mitteilt. Erst vor kurzem und auch schon im Winter seien die Wege gekehrt worden. "Wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, wollen die Leute raus. Dann fahren wir halt mal mit der Kehrmaschine raus", sagt er. Insgesamt zehn Kilometer mit dem Bocklradweg liegen in seinem Bereich. Geräumt würde aber nur ein Teil der Wege und der Rest für Wanderer mit Schnee belassen.

 

 

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