04.10.2021 - 16:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Corona-Patienten am Klinikum Weiden werden immer jünger

Die 7-Tage-Inzidenz in Weiden und im Landkreis Neustadt steigt wieder. Ab Mittwoch gilt hier wie da die 3G-Regel. Die Situation im Klinikum Weiden aber ist entspannt. Und dennoch gibt es etwas, was diese vierte Welle so gefährlich macht.

Wo geht die Reise für ungeimpfte junge Erwachsene in der vierten Coronawelle hin? Erste Zahlen weisen den Weg.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Das Robert-Koch-Institut spricht Tacheles: Demnach würden sich unzureichende Impfquoten bei jüngeren Erwachsenen immer deutlicher auf den Intensivstationen der Krankenhäuser widerspiegeln. Die Patienten, die dort wegen einer Corona-Infektion behandelt werden müssten, gerieten folglich immer jünger. Gerade steigt auch wieder die 7-Tage-Inzidenz in Weiden und im Landkreis Neustadt. Ab Mittwoch gilt hier wie da die 3G-Regel. Aber wie sieht es im Klinikum Weiden aus?

Aktuell ein bis zwei Patienten auf Intensivstation

Sprecher Michael Reindl erklärt auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien: "Am Klinikum Weiden werden derzeit zwischen 2 und 5 Covid-19-Patienten im Bereich der Normalpflegestationen behandelt." Konkreter könne er aus Datenschutzgründen nicht werden. Diese Behandlung erfolge ausschließlich auf der Isolierstation und damit in einem räumlich und personell strikt abgetrenntem Bereich. Auf der Intensivstation würden derzeit 1 bis 2 Patienten betreut. Das Krankenhaus Tirschenreuth sei ebenso wie das Krankenhaus Kemnath und die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf Covid-frei. Nach einer brenzligen Lage klingt das in der ersten Woche nach der Eröffnung der Diskotheken und Clubs wahrlich nicht.

Durchschnittsalter der Infizierten sinkt

Dennoch räumt der Sprecher der Kliniken Nordoberpfalz AG (KNO) ein, dass in der nunmehr vierten Coronawelle das Alter der schwer an Covid-Erkrankten sinkt: "Auch am Klinikum Weiden bestätigt sich der bundesweite Trend, dass das durchschnittliche Alter der Patienten geringer ist als während der vorangegangenen Wellen", teilt Michael Reindl mit. Auch hier gibt es keine konkreten Aussagen zum Alter der Erkrankten: wiederum wegen des Datenschutzes bei der doch aktuell zum Glück sehr überschaubaren Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus landen.

Betten für Covid-Patienten werden weiter freigehalten

Was so in der Öffentlichkeit auch nicht präsent ist: Der interne Krisenstab der KNO tage weiterhin regelmäßig. "Dabei wird die weitere Entwicklung genau beobachtet und analysiert, so dass auch kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden kann. Weiterhin wird für die Versorgung von Covid-19-Patienten sowohl auf den Normalpflegestationen als auch auf der Intensivstation stets eine ausreichende Anzahl Betten freigehalten, falls sich die Zahl der Covid-19-Patienten erhöhen sollte." Zudem wird betont, dass darüber hinaus "natürlich auch Betten für traumatologische und neurochirurgische Patienten freigehalten" werden.

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