22.08.2021 - 11:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bundestagwahl 2021: Christian Weidner kandidiert für "Die Linke"

Christian Weidner ist zum zweiten Mal für Die Linke als Direktkandidat bei einer Bundestagswahl im Wahlkreis Weiden dabei. Mit Klimagerechtigkeit und Änderungen bei Renten- und Finanzpolitik möchte er an sein Ergebnis von 2017 anknüpfen.

Christian Weidner tritt bei der Bundestagswahl am 26. September als Direktkandidat für Die Linke im Wahlkreis Weiden an.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Gerechtigkeit ist das große Thema von Christian Weidner. Ruhig und klar formuliert der Direktkandidat für "Die Linke" im Wahlkreis Weiden seine drei großen politischen Themen: Steuergerechtigkeit, gerechte Renten, Klimagerechtigkeit. Der gelernte Kaufmann und Key-Accounter für Wohnungswirtschaftsunternehmen hat festgestellt, dass sich das Land seit der vergangenen Bundestagswahl nicht zum Positiven verändert hat. Grund genug für ihn, nach der Bundestagswahl 2017 erneut zu kandidieren. "Ich möchte einfach meinen Beitrag leisten, etwas zu verändern."

Soziale Belange der Menschen

Weidner möchte sich besonders für die sozialen Belange der Menschen einsetzen. Finanzielle Erleichterungen sind dabei ein wiederkehrendes Thema. "Ich möchte, dass die Menschen, die fleißig sind, am Ende des Monats ihre Rechnungen bezahlen und ihr Leben aktiv gestalten können." Das würde sich beispielsweise in einer Erhöhung des Mindestlohns auf 13 Euro, der Umverteilung der Vermögenssteuer und einer Entlastung der Arbeitnehmer zeigen. "Wir stehen außerdem für eine Rente mit 65 und möchten das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anheben."

Keine Umlagen für Privatleute

Nicht nur wegen seiner zwei kleinen Kinder liegt dem Familienvater auch der Klimawandel besonders am Herzen. Auch Klimapolitik müsse aber sozialverträglich sein, betont Weidner. "Es darf keine großen Umlagen auf Privathaushalte geben." Die Industrie müsse dafür stärker in die Pflicht genommen werden. Wenn es nach dem Programm der Linken geht, soll beim Klimaschutz vor allem der Kohleausstieg beschleunigt und verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt werden. "Wir möchten den Klimaschutz im Grundgesetz verankern. Das soll nicht nur eine Absichtserklärung, sondern eine Verbindlichkeit sein." Seine sehr ehrliche Art würde ihn als Person auszeichnen, sagt der 51-Jährige. "Ich bin offen und höre mir auch gerne andere Meinungen an. Ich freue mich immer, wenn Menschen auch auf mich zugehen."

Homeoffice beibehalten

Auch beim Thema Corona-Pandemie geht es bei Christian Weidner um die Finanzen: "Wer zahlt die Kosten der Corona-Krise? Einige haben an der Krise sehr gut verdient. Bürger, die finanziell nicht so gut aufgestellt sind, dürfen nicht die Leidtragenden sein." Als Chance der Krise begreift Weidner das Homeoffice. "Die Pandemie hat aufgezeigt, dass Homeoffice in vielen Berufen funktioniert. Für Familien oder Pflegende ist das eine Erleichterung. Wo es geht, sollte es deshalb beibehalten werden." Bei der aktuellen Diskussion um Beschränkungen für Ungeimpfte bezieht Weidner eindeutig Stellung. Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sollten nicht in ihren Freiheiten eingeschränkt werden. "Ich bin kein Freund von Verboten, jeder sollte selbst darüber entscheiden können."

Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte Weidner, der gebürtig aus Weiden kommt, 6,7 Prozent der Stimmen in der Stadt Weiden (Platz vier) und 4,4 Prozent im gesamten Wahlkreis (Platz fünf). Im Idealfall würde der 51-Jährige gerne an diese Zahlen anknüpfen. "Ich vermute, dass die Entscheidung dieses Mal sehr eng werden wird. Deshalb wäre ich glücklich, wenn ich wieder ein ähnliches Ergebnis erreichen würde."

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Zur Person:

Christian Weidner

  • Partei: Die Linke
  • Alter: 51 Jahre
  • Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
  • Beruf: gelernter Kaufmann und Key-Accounter für Wohnungswirtschaftsunternehmen
  • Bisherige Wahlergebnisse: Platz fünf bei der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Weiden
  • Drei politische Kernziele: Steuergerechtigkeit, gerechte Renten, Klimagerechtigkeit

 

 

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