09.05.2021 - 10:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bläsergruppe von St. Johannes in Weiden: Jubiläum abgeblasen

Wie gerne hätten sie ihrer beider Jubiläen musikalisch groß gefeiert: die Instrumentalisten und die Bläser der Kirchengemeinde St. Johannes in Weiden. In Coronazeiten geht das nicht. Doch musiziert wird trotzdem ein wenig.

Die Gruppe "Musikuss" ist beim Pfarrfest von St. Johannes eine feste Größe .
von Helmut KunzProfil

Die Instrumentalisten von St. Johannes hatten sich auf eine tolle Jubiläumsfeier mit den Bläsern gefreut. Stattdessen wird Trübsal geblasen. Schließlich gibt es die vierköpfige Gruppe seit 25 Jahren. Die Bläserformation der Pfarrei wird heuer sogar 35 Jahre alt. Vor 20 Jahren hat sie sich einen neuen Namen gegeben, nannte sich fortan „Musikuss“. Was zu Auftritten auch außerhalb der Kirche beflügelte. Neben sakraler Musik spielt das Quintett nämlich auch weltliche Stücke auf Festen, wie etwa dem Ullersrichter Bürgerfest oder bei Geburtstagen. Zuletzt trat man bei der Einweihung des Pfarrheims von Herz Jesu auf.

Mit der großen Jubiläumsfete, die vorsorglich ohnehin nicht anberaumt war, wird es heuer nichts werden. Da ist sich Erika Suckart vollkommen sicher. „Die Corona-Pandemie lässt das nicht zu.“ Und natürlich auch das Bistum nicht. „Heuer gibt es weder eine Fronleichnamsprozession noch ein Pfarrfest.“ Man hoffe, wenigstens die Verabschiedung von Stadtpfarrer Gerhard Pausch zum 1. September musikalisch begleiten zu dürfen. „Aber das ist alles noch in Planung. Momentan können die Bläser nicht spielen.“

„Unsere gemeinsamen Proben gehen uns schon ab“, sagt Suckart, die im „Musikuss“-Ensemble das Horn bläst. Ihr zur Seite stehen Leiterin Britta Schmidbauer (Klarinette), Angelas Schramek (Trompete), Karl Weiser (Trompete) und Markus Specht (Bass). Suckart und Schmidbauer sind auch Mitglieder in der Instrumentalgruppe der Pfarrei. Mit ihnen spielen Thomas Schreier (Keyboard) und Johanna Florian (Hackbrett). Alle seien sich einig, dass die Einstellung ihrer musikalischen Tätigkeit vor dem Corona-Hintergrund die richtige Entscheidung sei.

„Es ist gar nicht so einfach für uns.“ Mit den Bläsern sei seit über einem Jahr nicht mehr gemeinsam geprobt worden. Dabei sei Musik für sie alle eine Leidenschaft. Während ihre Tätigkeit mit „Musikuss“ ruhe („Trompeten sind momentan verboten“), habe sie wenigstens die Möglichkeit, mit der Instrumentalgruppe innerhalb der Kirche aufzutreten. „Wir spielten an Weihnachten und spielen jetzt bei den Maiandachten." Die Diözese Regensburg habe dies erlaubt. „Kleine Gruppen dürfen in der Kirche spielen.“

Denn ausreichend Platz sei in St. Johann für die vier Musiker vorhanden. „Wir sind nicht unten bei den Leuten, sondern wir sitzen oben auf der Galerie in einiger Entfernung.“ Mit dabei: Keyboard, Hackbrett, Klarinette und Horn. „Das Horn decken wir ab. Wir haben mindestens 35 Meter Platz, sitzen also jeweils zwei Meter auseinander." Auch bei den Proben werde der Sicherheitsabstand eingehalten. Man hoffe, bei fallenden Inzidenzzahlen künftig auch vor der Kirche im Freien spielen zu dürfen.

Die Instrumentalgruppe von St. Johannes sitzt auf der Empore über dem nördlichen Seitengang.

 

 

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