15.07.2020 - 17:34 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bahnhof Weiden: Barrierefreiheit in zwei bis drei Jahren?

Der Kampf um einen barrierefreien Bahnhof in Weiden geht weiter. Demnächst möglicherweise sogar mit dem Bundesverkehrsminister vor Ort. Eine Einladung an Andreas Scheuer ist jedenfalls raus.

Endlich einen barrierefreien Bahnhof Weiden: Mit diesem Wunsch ist die Weidenerin Anneliese Scharnagl nicht allein.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Der barrierefreie Ausbaus des Weidener Bahnhofs kann vorgezogen werden. Das bestätigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium laut einer Pressemitteilung von CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht von diesem Mittwoch. Demnach habe Enak Ferlemann gegenüber Rupprecht verdeutlicht, "dass ein zeitliches Vorziehen des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs Weiden in einer früheren Phase der Elektrifizierung (Phase 2) in den kommenden Jahren möglich ist“. Das könnte bald der Bundesverkehrsminister vor Ort in Weiden bestätigen.

Warum lässt die Barrierefreiheit auf sich warten?

Weiden in der Oberpfalz

Denn in der Mitteilung heißt es weiter, dass Rupprecht gemeinsam mit den CSU-Mandatsträgern aus der Nördlichen Oberpfalz, dem Europaabgeordneten Christian Doleschal und den Landtagskollegen Stephan Oetzinger und Tobias Reiß, Andreas Scheuer zu einem gemeinsamen Termin nach Weiden eingeladen hat. „Hier wollen wir gemeinsam den Bürgerinnen und Bürgern aufzeigen, wie eine zeitnahe Umsetzung der Barrierefreiheit erfolgen kann“, so Rupprecht. Einen Zeithorizont gibt es schließlich schon.

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Weiden in der Oberpfalz

„Die Bürger unserer Heimat erwarten, dass diese Maßnahmen im geschilderten Zeithorizont in den kommenden zwei bis drei Jahren umgesetzt werden – alles andere wäre schlicht inakzeptabel“, verdeutlicht Landtagsabgeordneter Oetzinger. Tobias Reiß ergänzt: „Horst Seehofer hatte bereits 2013 als Ministerpräsident die bayernweite Barrierefreiheit für das Jahr 2023 in Aussicht gestellt, nun müssen Taten folgen!“ Christian Doleschal, Mitglied des Europäischen Parlaments, sieht ansonsten das Projekt der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof–Regensburg in Gefahr. „Hier geht es schlichtweg um die Akzeptanz in der Bevölkerung, und wir müssen als Politik hier nun endlich verlässliche Antworten geben.“

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