07.05.2021 - 16:20 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ausstellungsprojekt: Geschichten und Bilder aus Alltag der Corona-Pandemie

Wenn Corona eines Tages vorbei ist, werden viele diese Pandemiezeit gerne ganz schnell vergessen wollen. Deshalb ist es wichtig, bereits heute Eindrücke einzusammeln. Das Evangelische Bildungswerk plant eine Ausstellung.

Werbeschrift und Symbole der geplanten EBW-Ausstellung über die Corona-Zeit.
von Siegfried BühnerProfil

Jeder erlebt Corona anders und genau dafür interessieren sich die Verantwortlichen beim Evangelischen Bildungswerk (EBW) Oberpfalz. Sie starten ein Projekt mit dem Arbeitstitel „Mein Corona – Geschichten und Bilder aus dem Alltag der Pandemie“. „Die Corona-Pandemie ist an niemandem von uns spurlos vorbeigegangen und doch haben wir seit dem ersten Lockdown vor einem Jahr sehr viel Unterschiedliches erlebt“, sagt Christina Ponader, stellvertretende Vorsitzende des EBW Oberpfalz. Jedermann sei aufgerufen, seine besonderen persönlichen Erlebnisse oder Wahrnehmungen in der Pandemie als Bild, Geschichte, Brief, Gedicht, Audio, Video oder in sonstiger Form zu dokumentieren und diese den Projektorganisatoren beim EBW Oberpfalz zuzuleiten.

Vor allem gehe es darum, viele persönliche und frische Alltagsmomente einzusammeln. Die zusammengetragenen Eindrücke sollen in einer Ausstellung im Herbst nächsten Jahres gezeigt werden. Und die Planungen der Initiatoren des Projekts reichen noch viel weiter.

„Zusätzlich zu der im Mittelpunkt stehenden Ausstellung soll es begleitende Workshops, Diskussionsrunden, Fortbildungen für Religionslehrer sowie Impulse und Angebote zu Gruppenarbeiten geben“, sagt EBW-Geschäftsführerin Bettina Hahn. „Wir wollen einfach auch Räume für Gespräche anbieten." Eingebunden werden soll laut Hahn voraussichtlich auch die OTH Amberg-Weiden und möglicherweise auch die FOS/BOS-Weiden und ihre Lehrer.

Auslöser des Projekts war „eine Moment-Erinnerung“ von EBW-Vorstandsmitglied Uwe Ibl. „Ein paar Tage vor dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens fingen einige Kolleginnen und Kollegen im Großraumbüro der Lokalredaktion des Neuen Tages in Weiden spontan das Singen an. ‚My Corona‘ schallte es in Abwandlung des Hits ‚My Sharona‘ von Schreibtisch zu Schreibtisch“. Es sei laut Ibl gefühlt der letzte Tag gewesen, an dem alle Mitarbeiter gemeinsam im Büro arbeiteten.

Solche Erinnerungen festzuhalten und „völlig frei im Format zu dokumentieren“, dazu ruft das EBW Oberpfalz auf. Die Ausstellung will auf „virtuelle und reelle“ Art und Weise zum Zeitzeugnis der Corona-Pandemie werden und zumindest die ersten ein bis zwei Jahre vom Ausbruch der Seuche bis zur Impfung der Bevölkerung umfassen.

In den Begleitveranstaltungen sollen unter anderem auch ethisch-theologische Perspektiven entwickelt und Gelegenheiten zum gemeinsamen Reflektieren gegeben werden. „So kann daran gearbeitet werden das Erlebte einzuordnen und uns alle trotz der Erschwernisse und Trennungen wieder zusammenzubringen“ heißt auch es im Projektkonzept. Schließlich habe die Pandemie das Leben für jeden verändert.

Organisatoren des Corona-Ausstellungsprojekts beim EBW Oberpfalz (von links) EBW-Geschäftsführerin Bettina Hahn, stellvertretende EBW-Vorsitzende Christina Ponader und EBW-Vorstandsmitglied Uwe Ibl.

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