02.03.2021 - 18:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

2000 Corona-Impfungen für Lehrer und Kita-Personal in Weiden und im Kreis Neustadt

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Nein, Schüler strömen diese Woche nicht in die Lobkowitz-Realschule in Neustadt. Trotzdem ist hier mächtig was los. Denn mobile Teams impfen dort in dieser Woche 2000 Lehrer und Kita-Personal aus Weiden und dem Landkreis Neustadt.

Schüler besuchen die Lobkowitz-Realschule Neustadt derzeit nicht. Trotzdem herrscht reger Andrang: Impfwillige Lehrer und Kita-Personal kommen derzeit vorbei.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt/WN haben mit den Verantwortlichen des Impfzentrums vergangene Woche entschieden, wer von den Sonderlieferungen der Astra-Zeneca-Dosen für Grenzregionen profitieren wird: Vorrangig geimpft werden sollen damit Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen sowie Personen, die in Grund- und Förderschulen in der Stadt Weiden sowie im Landkreis Neustadt tätig sind. Geimpft wird nicht im BRK-Impfzentrum Weiden, sondern in der Realschule in Neustadt. Das teilt die Stadt Weiden am Dienstag auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit.

Auch für Lehrer von Abschlussklassen

Konkret richtet sich diese gesonderte Impfaktion laut Stadt an Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen sowie an alle Lehrkäfte an Grund-, Sonder- und Förderschulen. Außerdem berücksichtigt wird das zugehörige Verwaltungspersonal. Lehrer, die an anderen Schularten in Abschlussklassen tätig sind, sowie das Verwaltungspersonal, das diese Abschlussschüler betreut, können mit den Extra-Dosen ebenfalls geimpft werden.

Mobile Teams entlasten Impfzentrum

Den Piks gegen Corona setzen mobile Impfteams in der Realschule beziehungsweise in den Schulcontainern vor dem Gebäude. Diese Teams waren in den vergangenen Wochen und Monaten bereits vorrangig in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Einsatz. "Mit ihnen besteht die Möglichkeit, außerhalb des Impfzentrums und zu seiner Entlastung eine größere Anzahl von Personen vor Ort zu impfen", erklärt die Stadt Weiden.

Zehn Impfdosen pro Astra-Zeneca-Flasche

Zur Anzahl: Ministerpräsident Markus Söder sprach von jeweils 1000 Impfdosen Astra Zeneca, die die Grenzregionen und damit je auch Weiden und der Landkreis Neustadt erhalten sollen. Damit können laut Auskunft der Stadt 2000 Erzieher und Lehrer zusätzlich gegen Corona geimpft werden. Tatsächlich gehen damit 200 Fläschchen des Impfstoffs in die Region. Aus jeder Flasche können aber zehn Spritzen und damit insgesamt die 2000 Impfdosen gezogen werden. Zum Vergleich: Eine Flasche Biontec-Impfstoff enthält nur sechs Impfdosen.

Impf-Außenstellen weiter gesucht

Zwei Außenstellen des Impfzentrums im Landkreis Neustadt geplant

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Als dauerhafte Impf-Außenstelle soll die Realschule Neustadt aber nicht dienen. Hier würden derzeit andere Liegenschaften gesucht. Eine Außenstelle soll im östlichen Teil, eine weitere im westlichen Teil des Landkreises eingerichtet werden.

"Vor allem im Osten des Landkreise gestaltet sich die Suche schwer", heißt es seitens der Stadt Weiden. Dennoch werde bereits Anfang nächster Woche, also ab 8. März, ein Ergebnis erwartet.

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Info:

So funktioniert die Impfregistrierung

  • Über das Online-Portal https://impfzentren.bayern/citizen registrieren und für eine Impfung vormerken lassen. Zur Priorisierung notwendige Daten wie Alter und Berufsgruppe werden dabei erfasst. Achtung: Jede Registrierung erfordert eine eigene, noch nicht dafür verwendete E-Mail-Adresse.
  • Registrierte Personen aus der jeweils zur Impfung aufgerufenen Prioritäten-Gruppe erhalten bei Verfügbarkeit von Impfdosen und -terminen automatisch eine SMS oder E-Mail mit Aufforderung zur Terminvereinbarung.
  • Wer telefonisch einen Termin vereinbaren möchte, kann das Impfzentrum unter 0961/39002600 erreichen.
  • Bei der ersten Impfung wird der wenige Wochen danach nötige Termin für die zweite Impfung vereinbart.
  • Grundlage für die Einordnung der Menschen in Prio-Gruppen ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).
  • In Weiden werden derzeit alle geimpft, die zur ersten Prioritäten-Gruppe gehören: medizinisches und pflegerisches Personal, Menschen über 80 und Heimbewohner. Zudem erfolgen bereits Impfungen in der Prio-Gruppe zwei. Dazu gehören unter anderem Menschen über 70, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen über 80 sowie von Schwangeren oder auch Polizei- und Ordnungskräfte.

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