06.05.2021 - 11:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

1-Million-Euro-Spende an Klinikum: Wertschätzung für Mitarbeiter

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Vor einem Jahr hat der Weidener Unternehmer Peter Unger die Kliniken Nordoberpfalz mit einer halben Million Euro unterstützt. Nun stockt er seine Spende ordentlich auf. Chefarzt Dr. Altmeppen erklärt, wofür das Geld dringend gebraucht wird.

Die Großspende von Peter Unger ermöglicht am Klinikum Weiden einen Langzeittest der neuen Schutzanzüge für die Mitarbeiter. Die Ausrüstung garantiert nicht nur die optimale Sicherheit, sondern auch mehr Komfort. Anästhesie-Chefarzt Dr. Jürgen Altmeppen (Mitte) freut sich zudem über die neueste Generation hochmoderner Beatmungsgeräte.
von Clemens FüttererProfil

Die Pandemie traf die nördliche Oberpfalz sowohl im Frühjahr 2020, als auch 2021 mit voller Härte und Wucht. Mittendrin in diesem bayerischen Corona-Hotspot liegen die Kliniken Nordoberpfalz. Ihnen obliegt die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Schon vor einem Jahr unterstützte Peter Unger mit Beatmungsgeräten im Wert von weit mehr als einer halben Million Euro das Klinikum in dieser außergewöhnlichen Situation. Jetzt stockte der Weidener Unternehmer seine Hilfe auf insgesamt eine Million Euro auf. „Ohne die Menschen unserer Region hätten sich meine Unternehmen nicht so entwickelt“, betont Peter Unger. Die neuerliche Spende sei lediglich ein „kleines Dankeschön, nämlich der Heimat etwas zurückzugeben“: „Ich mache es gerne.“

Mit seiner Zuwendung für die Anschaffung von modernster Beatmungstechnik und optimaler Ausrüstung für die Pflegekräfte möchte Unger auch seine Wertschätzung für die „enormen Leistungen der Mitarbeiter“ des Klinikums honorieren. Dem Vernehmen nach handelt es sich um „Hightech der neuesten Generation“, über die in Deutschland nur wenige Kliniken verfügen. Der Unternehmer pflegt einen vertrauensvollen „kurzen Draht“ zu Dr. Jürgen Altmeppen, Chefarzt für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin. „In den Vorgesprächen zur erneuten Großspende lernte ich Peter Unger und seine Familie als sehr besorgt um die Gesundheitsversorgung der Mitbürger kennen: Ein großer Unterstützer, der neben den staatlichen Strukturen hilfreich eingreift“, betont der Mediziner.

Unger bedeutet es ein Herzensanliegen, dass seine Spende den Covid-19-Patienten zugute kommt, gegen die Pandemie eingesetzt wird sowie die Gesundheitsstruktur der Region strukturell unterstützt. Wie Chefarzt Dr. Jürgen Altmeppen gegenüber Oberpfalz-Medien erläutert, bedürfen die zahlreichen akut und chronisch erkrankten Patienten mit Covid-19-bedingten Lungenschäden „ganz aktuell, aber auch in der Zukunft, einer sehr sensiblen Therapie der Lunge“. „Daher wurden vor allem Geräte beschafft, die eine Unterstützung der Eigenatmung auf unterschiedlichem Niveau ermöglichen – von einer High-Flow-Sauerstofftherapie bis hin zur nicht invasiven und invasiven Beatmung, darunter auch ein Gerät für die Versorgung von Säuglingen.“

Die bisherige Schutzausrüstung für die Mitarbeiter erfolgte über die Kombination von FFP3-Masken, Gesichtsschildern, Körperschutz und Schutzbrillen. Die teilweise aufwendigen, pflegeintensiven und komplexen Maßnahmen auf der Intensivstation gelten als körperlich anstrengend und unter der Schutzausrüstung als sehr belastend. „In einem Pilotprojekt, das die Spende von Peter Unger ermöglicht, konnten die Mitarbeiter Erfahrungen mit einem Helmsystem sammeln. Dabei wird gefilterte Luft über ein Gebläse in den Helm gepumpt – der Träger benötigt damit weder Mundschutz noch Schutzbrille“, erklärt Altmeppen. Auch ein Beschlagen bei Brillenträgern wird vermieden.

„Nachdem diese Technik sich in der Intensivpflege bewährte, konnten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Covid-Intensivstation am Klinikum Weiden für eine Langzeittestung vollständig damit ausgestattet werden“, freut sich die Medizinische Direktorin, Michaela Hutzler.

Vorstand Dr. Thomas Egginger dankte im Namen der ganzen "Kliniken-Nordoberpfalz-Familie" schon nach der ersten Spende persönlich Peter Unger. „Dank der nochmaligen Erhöhung des Betrags ist mit dieser sehr wertvollen Spende langfristig eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten – sowohl für Erwachsene wie auch Kinder – auf dem modernsten Stand der Technik gesichert.“

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