06.10.2021 - 11:08 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn will naturverträglichen Tourismus

Die Gemeinde plant ein Fremdenverkehrsprojekt. Im Marktrat gibt es darüber erste Informationen.

Josef Forster berichtete in der Marktratssitzung über das Projekt "LandKULTUR" und stellte außerdem das umwelt- und klimaverträgliche Naturerlebnis- und Tourismusangebot vor.
von Tanja PflaumProfil

In der Marktratssitzung stellte Josef Forster zwei Projekte vor. Zunächst ging es um „LandKULTUR“ – eine Maßnahme mit Modellcharakter. „Das ganze Vorhaben wurde uns allerdings durch Corona verhagelt“, bedauerte Forster. Allerdings seien Anschaffungen getätigt worden. Dafür hatte Forster eine Kostenaufstellung vorbereitet. "Insgesamt wurden bisher 19.580 Euro ausgegeben, ungefähr 10.000 Euro stünden noch für Vereine zur Verfügung“, konnte er berichten. Auch der geplante Geschichtsweg mit zehn Stationen rund um den Badeweiher sei fertig geplant. Die Info-Tafeln seien fertig und würden noch mit Audiodateien bestückt. „Demnächst setzen wir uns zusammen, um das nächste Jahr zu planen“, informierte Forster.

  • Drei Maßnahmen geplant

Beim neuen Projekt geht es um ein umwelt- und klimaverträgliches Naturerlebnis- und Tourismusangebot. Forster stellte die Richtlinien zur Förderung vor. Ziel sei es unter anderem, die Attraktivität und Erlebnisqualität von naturverträglichem Tourismus- und Erholungsangeboten zu steigern und zu verbreiten. Gefördert werden Ausgaben für die Entwicklung von Konzepten, externe Beratungsleistungen sowie Personalausgaben für Naturtourismuskoordinatoren. Weiter berichtete Forster über drei geplante Maßnahmen: Die Einrichtung eines „NaturKulturWeges“, den Umbau eines bestehenden Gebäudes beim Badeweiher in eine Informationsstelle und die Einstellung eines Koordinators auf 450 Euro Basis für drei Jahre. Roman Bauer wollte wissen, ab wann die Stelle für den Koordinator aktuell sei. Bürgermeister Josef Beimler merkte an: „ Heuer wird es nichts mehr werden, momentan wird alles erst beantragt.“ „Um alles finanziert zu bekommen muss man natürlich auch etwas bieten“, meinte Forster und berichtete über den geplanten Erlebnisweg, der auf rund drei Kilometern um und durch Waldthurn führen soll. Auch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten bis hin zum Aussichtspunkt auf der Panoramawiese/Hirmersbühl hatte Forster vorbereitet. „Wichtig sind auch interaktive Stationen – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.“

  • Verbesserung der Breitbandversorgung

Zur Verbesserung der Breitbandversorgung durch den Einstieg in die Bayerische Gigabit-Richtlinie entschied sich das Gremium für das Angebot des Fachbüros Breitbandberatung Bayern aus Neumarkt (Kosten rund 4000 Euro). Bezüglich der Breitbandanbindung der Schule und des Rathauses hat die Telekom geänderte Angebote vorgelegt. Dabei wurde die Summe für die Schule auf rund 93.300 Euro reduziert, dafür wurde der Preis für das Rathaus auf knapp 29.000 Euro erhöht. Weiter teilte die Telekom mit, dass eine Einzelbeauftragung nicht möglich sei, da entsprechende Synergien genutzt werden. Bürgermeister Beimler: „Unser Breitbandpate empfiehlt, weitere Angebot einzuholen. Die Gigabit-Richtlinien werden noch zwei bis drei Jahre brauchen.“ Das Gremium entschied sich dafür, weitere Angebote für Rathaus und Schule einzuholen, aber trotzdem den Einstieg in die Bayerische Gigabit-Richtlinie nicht aus den Augen zu verlieren.

  • Bach ziemlich zugewachsen

Bei den Anfragen Georg Stahl wollte wissen, wann sich um den Bach in Frankenrieth gekümmert wird, da dieser schon sehr verwachsen ist und das Wasser den regulären Weg fast nicht mehr findet. Beimler erwiderte: „Wenn Zeit dafür da ist, wird es gemacht – momentan ist es ein bissl schwierig.“ Roman Bauer berichtete über einen Anruf von „artnerstadtsbeauftragtem Uli Völkl: „ Aufgrund der großen Resonanz beim Standkonzert der 'Hulzstousboum' in Hostau sind wir für den 19. November nochmals von den Hostauern eingeladen worden.“ Andreas Troidl meldete, dass die Sinkkästen im Schützengarten ausgeputzt werden müssen. Weiter vermutete er, dass der ehemalige Eigentümer des Gesundheitszentrums anscheinend den Defibrillator mitgenommen hat. „Der Defi wurde von Waldthurner Vereinen gesponsert“, betonte Troidl und bat, sich darum zu kümmern, dass das Gerät wieder an den dafür vorgesehenen Platz zurückkommt.

  • Informationen des Bürgermeisters

Weiter informierte der Rathauschef, dass die Jury des IHK-Kommunalentwicklungs-Awards im Gemeindegebiet unterwegs war. IHK-Präsident Michael Matt hat sich darüber hinaus sehr kritisch über jede Maßnahme informieren lassen. „Seiner Stellvertreterin ist allerdings rausgerutscht, dass wir in der Vorrunde den ersten Platz erreicht haben“, schmunzelte Beimler. In Absprache mit dem Staatlichen Bauamt wurde mit der Herstellung einer zweiten Zufahrt für das Gewerbegebiet Maienfeld begonnen. Für die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Josef musste der Regierung der Oberpfalz ein überarbeiteter Finanzierungsplan vorgelegt werden. Dieser geht laut Berechnung des Planungsbüros Weidner Architekten von Gesamtkosten von rund 373.000 Euro aus. Davon können die FAG-Förderung (240.000 Euro) sowie die Sonderförderung aus dem Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung (148.000 Euro) abgezogen werden, so dass sich ein Gemeindeanteil in Höhe von 0 Euro ergibt.

Lesen Sie hier einen weiteren Bericht über die Marktratssitzung

Waldthurn

 

 

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