19.04.2021 - 13:11 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn trauert um Maria Hamann

Im Alter von 73 Jahren verstarb in der Nacht zum Montag, 12. April, die Waldthurnerin Maria Hamann. Bei der Begräbnismesse am vergangenen Samstag in der Pfarrkirche St. Sebastian erinnerte Pfarrer Norbert Götz an die Verstorbene.

von Franz VölklProfil

Auf dem Fahrenberg hat Hamann für das dortigen Gnadenbild der Gottesmutter ein Manterl gestiftet, das sie selbst geschneidert hat und in einen Kloster verzieren ließ. „Frau Hamann hat nicht nur Maria geheißen, die Liebe zur Gottesmutter hat zu ihr gehört und war ein Tragpfeiler im Leben“, sagte Götz. „So wollen wir die Muttergottes bitten, dass sie sie unter ihren Schutzmantel nimmt, wenn sie sich in die Ewigkeit aufgemacht hat. Zurecht werde heute bei der Begräbnismesse gesungen: „Maria breit den Mantel aus …“

Geboren ist die Verstorbene in Waldthurn am Schloßgraben beim Hammerschmied als Maria Gmeiner – es waren acht Geschwister. Gelernt hat sie Schneiderin bei der Schneiderei Kohler in Vohenstrauß, später hat sie im Modehaus Reiser in Weiden gearbeitet und dann 10 Jahre lang bei der Firma Kreiser in Waldthurn. Im September 1968 heiratete sie auf dem Fahrenberg den Kaminkehrer Gerhard Hamann und schenkte zwei Töchtern das Leben. Das Paar baute im Jahr 1978 ihr Haus. Als ihr Mann 1988/89 Bezirkskaminkehrermeister in Vohenstrauß wurde, hat sie ihn im Büro unterstützt. Der Stolz Hamanns waren ihre drei Enkel, in ihrer Gegenwart sei sie förmlich aufgeblüht. Schwer getroffen hat sie der Tod ihres Mannes im Jahr 2016.

Götz sagte, die Verstorbene sei ein ausgesprochener Familienmensch gewesen, der sich selbst nie in den Vordergrund gedrängt hat. In letzter Zeit kam sie wegen einer anstehenden Knieoperation nicht mehr so viel aus dem Haus. Gern ist sie bei den Seniorenfahrten der Pfarrei dabei gewesen, ihren Bruder hat sie gerne auf den Fahrenberg gefahren. Die Knieoperation hat sie nicht mehr erlebt, wegen einer heimtückischen Krankheit musste sie kurzfristig ins Weidener Klinikum und starb dort.

Georg Schmidbauer begleitete die Begräbnismesse an der Orgel, Hans-Peter Reil, Martina Pankotsch und Manuela Grünauer umrahmten den Gottesdienst gesanglich.

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