02.08.2021 - 12:49 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Ottenriether Spielplatz wird neu gestaltet

Die Waldthurner Markträte mussten in ihrer jüngsten Sitzung viele Entscheidungen treffen und Gelder in die Hand nehmen. Bei den meisten sind sie sich einig, bei einem Punkt verschlug es dem Gremium kurzzeitig die Sprache.

Der in der Dorfmitte liegende Spielplatz in Ottenrieth soll attraktiver werden und wird daher neu gestaltet.
von Tanja PflaumProfil

Wegen der Gestaltung und Ausschreibung des Kinderspielplatzes in Ottenrieth berichtete Bürgermeister Josef Beimler in der Marktratssitzung über eine Besprechung mit Johann Vetterl vom Verband für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3, Georg Braunreuther, und dem TG-Vorstandsmitglied Johann Weig wurde beschlossen, dass dort kein Stromanschluss im Buswartehäuschen installiert wird. Beimler merkte an, dass er nirgends ein „Bushaisl“ mit Stromanschluss wüsste. Auch das Granitgroßpflaster kommt dort nicht, stattdessen werden gesägte Granitplatten verwendet. Der Pflasterbereich beim Wartehäuschen wird aus ökologischen Gründen auf ein Minimum reduziert, die Fahrradständer sollen im befestigten Bereich liegen. Weiter wird auf unnötige Versiegelung verzichtet. Bei der Ausschreibung der Spielgeräte kann auch die tschechische Firma, deren Spielgeräte sich bereits im Gemeindebereich bewährt haben, mit beteiligt werden. Aus Kostengründen wird ein separates Klettergerüst aufgestellt. Diesen Vorschlägen stimmten auch die Markträte zu.

Die dazugehörige Vereinbarung zwischen der TG Waldthurn 3 und dem Markt Waldthurn über die Kostenbeteiligung genehmigte das Gremium ebenfalls einstimmig. Die Kosten für den Spielplatz liegen bei rund 54.300 Euro, davon blieben für die Gemeinde rund 21.200 Euro zu bezahlen. Beimler fügte abschließend hinzu, dass er generell erwarte, dass die Ottenriether die Pflege des Spielplatzes übernehmen. Die Bereitschaft dazu wäre generell da. Die Pflege sei aber dann nicht mehr so einfach wie im Moment, da später nicht mehr mit dem Traktor gemäht werden könnte, sondern alles „in Handarbeit erledigt werden muss“, sagte das Gemeindeoberhaupt.

Zweite Ausschreibung

Nachdem das Gewerk „Holztreppe“ für das Anwesen Marktplatz 13 zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde, gaben fünf von neun aufgeforderten Firmen ein Angebot ab. Der günstigste Anbieter ist die Firma Aunkofer aus Regensburg mit 29 688,12 Euro (Kostenberechnung im November 2019: 35 700 Euro). Den Zuschlag für die Fachplanerleistungen „Statik“ bezüglich der Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe bekam Dr. Gollwitzer-Dr. Linse und Partner mbB, München, (nach Stunden, brutto 10 903,38 Euro).

Sanierung des Lobkowitzschlosses

Zum Umbau und Sanierung des Lobkowitzschlosses hatte es am 5. und 22. Juli Bauausschusssitzungen gegeben. Roman Bauer merkte hier kurz an, dass man mit Michael Schmidt vom Landesamt für Denkmalpflege gut verhandeln könne. So wurden das von der Schreinerei Bäumler, Waldthurn, angefertigte Musterfenster als grundsätzlich in Ordnung befunden, nur minimale Änderungen waren nötig. Die Ausschreibung der Fenster wird nun sofort vorgenommen, da diese noch in diesem Jahr gesetzt werden sollen. Die Nutzung des Dachraumes wird unter anderem wegen brandschutztechnischen Anforderungen nicht möglich sein. Bürgermeister Beimler würde aber dennoch alle Versorgungsleitungen in diesem Bereich verlegen, um für eine eventuell später mögliche Nutzung vorbereitet zu sein.

Das Gewerk „Fassadendämmputz“ wurde in der Sitzung nicht vergeben. Das günstigste Angebot, das dem Gremium kurzzeitig die Sprache verschlug, lag bei rund 246.000 Euro (Kostenschätzung: 170.000 Euro), und die Firma könnte erst im Oktober beginnen. Der Architekt hat hierbei Bedenken, dass es zeitlich nicht funktioniert. Da der Außenputz eine separate Maßnahme ist, schlug der Rathauschef vor, diese heuer nicht mehr durchzuführen. Sobald die Dachdecker fertig sind, wird das Gerüst abgebaut und Erd-, Drainage- und Sockelarbeiten werden durchgeführt, sagte Beimler. „Wenn die Fenster gesetzt sind, können wir innen weiter machen“, fügte er an. Die Fassade käme dann im Frühjahr dran. Er möchte keinen Schnellschuss machen und würde alles gerne in einer weiteren Bauausschusssitzung besprechen, meinte der Bürgermeister. Mit einer Gegenstimme wurde der Vorschlag angenommen.

Schautafeln für Geschichtsweg

Einstimmig wurde dagegen die Anfertigung von 10 Schautafeln für den Geschichtsweg an die Firma Druck & Kunst J. Forster, Waldthurn, vergeben (Kosten 3 510, 50 Euro brutto). Außerdem gab Beimler Beschlüsse bekannt, bei denen das Erfordernis der Geheimhaltung weggefallen ist. Die anteilige Rückzahlung von Zuschüssen in Höhe von rund 49 000 Euro im Zusammenhang mit dem Umbau und der Erweiterung des alten Kindergartens wurde akzeptiert. Durch die Nachfolgenutzung als Rathaus hat die Regierung der Oberpfalz Zuschüsse anteilig zurückgefordert, da das Gebäude nur etwa 14 Jahre als Kindergarten genutzt wurde – die Bindungsfrist aber liegt bei 25 Jahren. Als Ausgleich kann sich der Markt über eine entsprechend erhöhte Förderung beim anstehenden Bau der zweiten Krippengruppe freuen.

Aus der Juni-Sitzung des Marktrats

Waldthurn
Hintergrund:

Spielplatz in Ottenrieth

  • Kosten der Umgestaltung rund 54.300 Euro
  • Gemeinde muss rund 21.200 Euro zahlen

 

 

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